Prominent und ökokorrekt: Welcher Star ist tatsächlich BIO?

Man liest immer wieder von Prominenten, die sich für grüne Themen engagieren. Ich habe selbst schon einige dazu befragt, unter anderem Hannes Jaenicke. Doch welcher Star hierzulande und weltweit ist tatsächlich ein ökokorrekter Prominenter? Die Fotostrecke “Engelchen oder Teufelchen”, die ich bei bym. de (Brigitte Young Miss) gefunden habe, klärt über ökologische Muster-Promis und prominente Sündenfälle auf.

Nutzt den Tag!

Alte Bücher – wohin damit?

Ich lese viel. Bücher sind mir wichtig, meine Lieblingsbücher lese ich immer wieder gern. Dazu muss man wissen: Ich stamme mütterlicherseits aus einer Familie von Viellesern, die mich (früh)kindlich und jugendlich geprägt hat. Doch diese Familie ist auch eine der Jäger und Sammler. Leider. Ich neige also dazu, Bücher zu sammeln. Natürlich auch einiges andere mehr, aber ich habe mich von vielen Familientraditionen “Das kann man doch noch gebrauchen!” erfolgreich getrennt.

Zurück zu den vielen Büchern: Ihre stetig wachsende Zahl macht – sowohl im Erwachsenenbereich als auch im Kinderzimmer – keine Probleme, solange ausreichend Platz ist, um schöne Regale aufzustellen, in die ich die Bücher dann einsortiere. Doch Platz ist heutzutage und mitten in Hamburg mehr als teuer. Also suche ich nach Alternativen für ausgediente Bücher, von denen ich mich trennen möchte, um nicht dauernd darüber zu stolpern.

Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage “Wohin mit bei mir ausgedienten Büchern” fand ich das Blog Archivalia mit einem durchaus inspirierenden Artikel zu zig verschiedenen guten Alternativen zur Papiermülltonne, frei nach dem Motto: Alte Bücher weggeben, statt wegwerfen!

Vielleicht ist eine der Ideen für Euch praktikabel, ich würde mich jedenfalls freuen, demnächst via Bookcrossing eins Eurer ausgedienten Exemplare zu lesen.

Nutzt den Tag!

Studie: Deutsches Leitungwasser erhält zu 99 Prozent Bestnoten

Trinkwasser, das aus deutschen Wasserwerken in unsere Wohnung gelange, sei laut einem aktuellen Bericht zur Trinkwasserqualität des Bundesgesundheitsministeriums und des Umweltbundesamtes (UBA) nahezu einwandfrei. Überschrittene Grenzwerte seien demnach bei allen größeren Wasserwerken eine Ausnahme. Sehr beruhigend: Auch wenn im Grundwasser zum Beispiel Nitrat in teils hohen Konzentrationen auftrete, würden entsprechende Grenzwerte im Trinkwasser nicht mehr überschritten. Auch bei fast allen mikrobiologischen und chemischen Qualitätsanforderungen würden die strengen rechtlichen Vorgaben zu mehr als 99 Prozent eingehalten.

Nutzt den Tag!

Ökotest: Anti-Falten-Cremes wirkungslos?

Erste Zeichen der Hautalterung: Tagespflege oder Anti-Falten-Creme?

Angekommen in den 40ern finde ich an immer mehr Morgen graue Haare auf meinem Kopf. Auch die Augenbrauen weisen weiße beziehungsweise graue Vertreter auf. Und ja, ganz winzige Fältchen an den Augen (sogenannte Krähenfüße) bleiben auch nach einer gut durchgeschlafenen Nacht sichtbar. Es ist soweit. Ich werde offensichtlich alt. Natürlich spiele ich mit dem Gedanken, eine Anti-Falten-Creme zu nutzen. Doch helfen die wirklich effektiver als meine herkömmliche, auf meinen Hauttyp und mein Alter abgestimmte Bio-Tages-Pflege, selbstverständlich mit Sonnenschutz?

Während ich noch unentschlossen bin, vor allem wegen der meist höheren Preise, die die laut Hersteller äußerst wirkungsvollen Anti-Falten-Cremes so kosten – da seien dann ja auch wertvolle Inhalte drin, zum Teil edelster Natur, wird herstellerseits argumentiert – erreichte mich heute morgen eine Meldung von Ökotest. Doch lest selbst!

Ökotest prüft Wirkung und Inhaltsstoffe von Anti-Falten-Cremes

Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST wollte wissen, ob Anti-Falten-Cremes halten, was ihre Verpackungen den Verbrauchern vollmundig versprechen. Deshalb hat das Frankfurter Verbrauchermagazin Ökotest 20 Cremes sowohl auf die Inhaltsstoffe der Anti-Falten-Cremes untersuchen lassen als auch Belege für deren Wirksamkeit von den Kosmetikfirmen angefordert.

Die Ergebnisse sind laut der Pressemitteilung von Ökotest enttäuschend. Demnach war keiner der Hersteller in der Lage, zu belegen, dass seine Creme dauerhaft gegen Falten wirkt. Kurzfristig seien zwar Veränderungen der Faltentiefe im Bereich von Mikrometern messbar (1 Mikrometer entspricht einem Tausendstel Millimeter). Der Anti-Falten-Effekt sei laut Ökotest jedoch nicht größer als bei herkömmlichen Pflegecremes.

HInzu komme die Tatsache, so Ökotest weiter, dass manche Anti-Falten-Cremes Duftstoffe enthielten, die Allergien auslösen könnten. Auch polyzyklische Moschus-Verbindungen fanden die Tester im Labor: Sie stehen im Verdacht, wie ein Hormon zu wirken und sich im Körper anreichern zu können. Einige Hersteller schützen ihre Cremes vor Keimbefall mit Formaldehyd beziehungsweise sogenannten Formaldehydabspaltern. Dieser Stoff kann laut Ökotest allergisierend wirken und steht zudem unter dem Verdacht, Krebs zu verursachen.

Das Testergebnis: Anti-Falten-Wirkung gesucht …

Die Hälfte der Anti-Faltencremes kommt laut Ökotest über “ungenügend” und “mangelhaft” nicht hinaus. Zwei Cremes schneiden mit “gut” ab. Einige Cremes seien demnach zwar von den Inhaltsstoffen her empfehlenswert, weil die Hersteller aber nicht transparent gemacht hätten, was hinter den vollmundigen Wirkversprechen stecke, könnten ihre Produkte nicht besser sein als “befriedigend”.

Das Fazit der Öko-Tester lautet demnach auch: “Eine herkömmliche Pflegecreme tut es auch – und ist durchschnittlich erheblich günstiger.

Nutzt den Tag!

Botanoadopt.org: Alte, zu große oder kranke Zimmerpflanze – wohin damit?

Bei der Recherche für einen Recycling-Artikel stieß ich kürzlich auf die Aktion “Botanoadopt.org“, deren Macher sich laut eigener Aussage alter, ungeliebter, kränkelnder, für einen Raum zu groß gewordener und misshandelter Pflanzen annehmen wollen, um ihnen ein Leben zu ermöglichen, das einem Lebewesen angemessen ist.

Ausgediente Zimmerpflanzen: Neues Zuhause für altes  Grünzeug dank Botanoadopt.org

Ich mag den Grundgedanken dieser Aktion: Botanoadopt.org will schließlich dem oft voreiligen und unachtsamen Entsorgen ungeliebter und ausgedienter Pflanzen ein Ende machen. Die Projektmacher nutzen ihre Internetseite demnach, um die Adoption von Pflanzen zu vermitteln. Man kann dort Pflanzen anschauen, die man gerne aufpeppeln würde (adoptieren) beziehungsweise Pflanzen einstellen, die man loswerden will (zur Adoption freigeben). Ein entsprechender Adoptionsvertrag verlangt, dass Adoptiveltern zweimal im Jahr ein Foto ihrer Adoptivpflanze einsenden sollen.

Ich sehe in Hamburg des Öfteren Pflanzen am Straßenrand oder in Hauseingangstüren. Besonders häufig in der Urlaubssaison. Dabei gibt es tolle Ideen zum Bewässern von Pflanzen, wenn man für einige Tage oder Wochen außer Haus ist. Also nehmt Euch ein Beispiel und sucht nach ökokorrekten Alternativen zur Mülltonne, wenn Euch ein Gummibaum, Ficus benjamini oder eine Palme einmal zuviel wird. Fragt Freunde, Bekannte, hängt Fotos an Schwarze Bretter in den umliegenden Geschäften oder nutzt Facebook – lasst die Pflanzen nur bitte nicht einfach sterben!

Nutzt den Tag!

Süßstoff Steviolglycosid (E960): Süße Stevia – alles andere als Natur pur?

Ernährungsexperte lässt wenig “grün” an Steviolglycosid

Heute erreichte mich die Pressemeldung eines Ernährungsexperten, der die große Stevia-Blase platzen lässt. Der jetzt zugelassene Süßstoff Steviolglycosid sei demnach alles andere als ein natürliches Süßungsmittel. Die Substanz werde vielmehr in aufwendigen Prozessen von der pharmazeutisch-chemischen Industrie aus Stevia-Blättern gewonnen. “Von Natur pur keine Spur”, schreibt Sven-David Müller in seinem Beitrag “Alles über Stevia, Steviolglycoside und den großen Bluff”.

Steviolglycosid: Lebensmittelzusatzstoff E960 – ein Produkt der Chemieindustrie?

Ab dem 2. Dezember 2011 sind Steviolglycoside als Lebensmittelzusatzstoff (Süßstoff) zugelassen. Das heißt: Stevia-Blätter oder Produkte daraus sind nicht als Lebensmittel oder Süßungsmittel erlaubt (YaaCool Bio berichtete) und dürfen als solche nicht in der EU angeboten oder verkauft werden. Laut Sven-David Müller haben Steviolglycoside  “keinerlei Vorteile gegenüber anderen mehr oder weniger künstlichen Süßstoffen”.

Alles über Stevia

Die Stevia-Pflanze (Stevia rebaudiana) ist eine blattreiche, krautige Pflanze, die in den Subtropen wächst. Ursprünglich insbesondere in Argentinien, Brasilien und Paraguay. Zudem werde sie laut Aussage des Ernährungsexperten Müller in Monokultur industriell in vielen Ländern Asiens angebaut. Die Blätter schmecken süß, da sie süßschmeckende Substanzen (Steviolglycoside) enthalten. Diese seien 200- bis 300mal süßer als Zucker. Aber Stevia-Blätter seien eben nicht die einzigen Pflanzenbestandteile, die süß schmecken, meint Müller: Auch Blätter des chinesischen Brombeerstrauchs schmecken demnach süß.

Ernährungsexoperte sagt: Steviolglycoside kommen aus den Laboren

Steviolglycoside aus den Laboren der Chemieindustrie brächten laut Müller keinerlei Vorteile gegenüber bereits lange zugelassenen Süßstoffen. Einige davon hätten ebenfalls eine rein natürliche Quelle: Neohesperidin DC aus der Schale von Bitterorangen, Thaumatin aus der Katemfe-Frucht oder Aspartam aus zwei natürlichen Eiweißbausteinen. Auch das Argument, dass mit Stevioglycosiden kalorienfrei gesüßt werden könne sei dem Experten zufolge “ein Marketinggag, denn alle Süßstoffe sind kalorienfrei oder praktisch kalorienfrei”. Schließlich habe man seit 1879, dem Jahr, in dem der deutsche Chemiker Professor Dr. Constantin Fahlberg den Süßstoff Saccharin entdeckte, die Möglichkeit, kalorienfrei und damit auch figurfreundlich zu süßen. Wissenschaftliche Studien beweisen, so Müller weiter, dass Süßstoffe in der Lage sind, beim Abnehmen zu helfen. Als Mastmittel wurden und werden sie demnach nicht eingesetzt. Auch wenn Lobbyisten das laut Müller anders kolportieren. Hinzu käme, dass alle anderen Süßstoffe genauso wie Steviolglycoside nicht kariogen seien und den Blutzucker- sowie Insulinspiegel nicht beeinflussten.

Wer bei Stevia-Süßstoff an die Natur denke, müsse sich, so Sven-David Müller “eines Besseren belehren lassen, denn Steviolglycosid-Präparate werden in der Chemieindustrie in aufwendigen und nicht gerade naturnahen Prozessen durch Extraktion aus den Stevia-Blättern gewonnen, mit anschließender Konzentrierung, Reinigung und (meistens) Sprühtrocknung.” Ohne Lösungsmittel und andere Chemikalien, die Farbstoffe und weitere unerwünschte Substanzen aus dem Gemisch herausholen, gehe da überhaupt nichts: Trocknung, Mazeration, Fällung und Entfärbung, Ionenaustausch und mehrfache Kristallisation. Das getrocknete Extrakt aus der Chemiefabrik ist laut Beschreibung des Fachmanns ein weißer bis leicht gelblicher, kristalliner, geruchsarmer – bis auf einen leichten charakteristischen Geruch – wasserlöslicher Puder. Vor Reinigung und Standardisierung zu den definierten Standards und Spezifikationen, enthalten Steviolglycosid-Präparate in der Regel die Glycoside Steviosid (CAS N° 57817-89-7) und Rebaudiosid A (CAS N° 58543 -16-1), in unterschiedlichen Mengen, zusammen mit Spuren anderer Steviolglycoside wie Rebaudiosid B sowie C, Dulcoside A, Rubusoside und Steviolbioside.

Vorteile von Steviolglycosiden gibt es nur für die Industrie!

Laut Müller schmecken die Steviolglycoside unangenehm. Zudem seien sie teuer. In Lebensmitteln seien Steviolglycoside in Reinform demnach kaum zu verwenden und müssten, um ein akzeptables Geschmackserlebnis zu garantieren, mit Zucker, Zuckeraustauschstoffen oder anderen Süßstoffen gemischt werden. Eine vollständige Unbedenklichkeit von Steviolglycosiden sei nicht bewiesen und daher wurde ein sogenannter ADI-Wert festgelegt, der die Verbraucher vor überdosierungsbedingten Schäden schützen soll. In mehr als zweifelhaften Studien kam es zu Verdachtsmomenten, dass Steviolglycoside genotoxisch, krebserregend sowie fruchtbarkeitshemmend sein könnten, schreibt Müller weiter. Experten gingen demnach jedoch jetzt von einer Unbedenklichkeit der Stevia-Blätter und auch von Steviolglycosiden aus, sofern kein übermäßiger Verzehr oder Konsum stattfände.

Gut zu wissen: Kinder könnten den ADI-Wert leicht gefährlich deutlich überschreiten. Experten warnen laut Müller jetzt schon davor. Auch sollte Steviolglycosid in nur möglichst geringen Mengen in Erfrischungsgetränken zum Einsatz kommen, empfiehlt der Experte weiter: Einerseits schmecke das Ergebnis – also das Getränk – in der Regel nicht wirklich gut und andererseits würden Erfrischungsgetränke leicht in so großen Mengen getrunken, dass hier eine Überschreitung des ADI-Wertes denkbar sei.

Ernährungsexperte sagt: Der Verbraucher wird über Stevia hinters Licht geführt

Es sei bedauerlich, so schreibt Sven-David Müller in seiner Pressmitteilung, dass der Verbraucher jetzt mit der Zulassung von Steviolglycosiden anstatt Stevia-Blättern regelrecht hinters Licht geführt werde. Die negative Ökobilanz und die Monokulturen, in denen Stevia industriell angebaut werde, blieben hinter dem Deckmäntelchen der vorgeblich so natürlichen Steviolglycoside unerwähnt. Steviolglycoside seien demnach “ein gefundenes Fressen für die Lebensmittelindustrie, die jetzt mit dem Argument ‘Natur pur’, das nur für Stevia-Blätter gelten könnte, werben kann und ihre Gewinne auf Kosten der fehlinformierten Verbraucher maximiere.

“So nicht!, möchte man ausrufen: Steviol-Glycoside sind eben keine Stevia-Blätter”, sagt Müller. Es bleibe abzuwarten, wie lange es dauere, bis genmanipulierte Stevia-Sorten mit einem hohen Steviolglycosid-Anteil in den Blättern auf dem Markt kämen oder gar im Labor synthetisiertes Steviolglycosid als natürlich verkauft werde. Der Verbraucher sei laut Müller “wieder mal verarscht worden”.

Schade, meint der Ernährungsexperte, mit der Zulassung von Stevia-Blättern als Süßungsmittel oder zumindest Lebensmittel wäre das vermeidbar gewesen.

Grundsätzlich empfiehlt Müller, Master of Science in Applied Nutritional Medicine (Angewandte Ernährungsmedizin), Medizinjournalist und staatlich anerkannter Diätassistent sowie Diabetesberater der Deutschen Diabetes Gesellschaft, der für seine Verdienste um die Ernährungsaufklärung mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, weniger Süßungsmittel zu verwenden, um sich den Geschmackssinn zu erhalten und die Speisen nicht zu sehr zu „versüßen“.

Und dem Verbraucher, der sich das “Grün” der Stevia-Pflanze erhalten wolle, rät der Experte: “Ich rate meinen Patienten, sich eine Stevia-Pflanze zu kaufen und die Blätter abzuwaschen, trocken zu tupfen und getrocknet oder frisch zum Süßen zu verwenden. Das ist Natur pur.”

Grüne Brille und grüne Kontaktlinsen: Nachdenkliches zur Ökobilanz von Sehhilfen

Brille – was beeinflusst den Kauf mehr: Modebewusstsein oder Umweltbewusstsein?

Kürzlich las ich, dass in Deutschland etwa 38 Millionen Menschen eine Brille Tragen und etwa 2 Millionen Kontaktlinsen. Bei genauer Recherche fand ich diese Statistik (Quelle: Brand Eins, 2011):

Anteil der Brillenträger in Deutschland
34,6 Prozent: Brille wird ständig getragen
26,7 Prozent: Brille wird gelegentlich getragen,
3,7 Prozent: Kontaktlinsen

36.9 Prozent aller Personen in Deutschland tragen demnach weder eine Brille noch Kontaktlinsen. Der Großteil dieser Menschen könne als normalsichtig eingestuft werden.

Ich frage mich: Wie viele der nicht-normalsichtigen Menschen machen sich beim Kauf ihrer Brille oder Kontaktlinsen Gedanken über deren Ökobilanz? Ich frage deshalb, ob die ökologische Unverträglichkeit eines Brillengestells oder von Kontaktlinsen für die Kaufentscheidung überhaupt eine Rolle spielt, weil ich mir selbst gerade eine neue Brille zugelegt habe – ohne auch nur einen einzigen grünen Gedanken dabei gehabt zu haben. Erst als die Optikerin meines Vertrauens mir das Bio-Zertifikat meines Gestells überreichte, meldete sich mein ökologisches Gewissen.  Ich freute mich – über den neuen Look und … ja, und darüber, dass die Brille mit akzeptabler Ökobilanz in meinen Besitz kam. Ich muss zugeben, das Ganze hat mich im Nachhinein dann aber doch noch nachdenklich gemacht. Ich stellte bei der Wahl des Brillengestells optische Aspekte über alles. Wenn schon Brillenschlange, dann wenigstens mit schöner Brille – das ist seit dreißig Jahren mein akzeptierter Kompromiss mit der Sehhilfe. Klar habe ich das alte Gestell wie immer gleich bei der Optikerin gelassen, nachdem die mir wie immer versicherte, sie lasse es Bedürftigen zukommen.

Ökobilanz von Kontaklinsen

Als langjähriger Brillenträger habe ich zwischendurch auch schon Kontaktlinsen getragen – bin davon aber so gut wie komplett weg, seit ich Schwangerschaften und Stillzeiten durchlebt habe. Da hat das irgendwie nicht mit der Tränenflüssigkeit gereicht und die Auge haben ständig gejuckt und gebrannt. Jetzt fand ich im Internet den einen oder anderen Hinweis auf Bio-Kontaktlinsen – bioverträglich in biologischer und ökologischer Hinsicht. Wie steht es nun aber um die Ökobilanz von Kontaktlinsen? Negativ zu Buche schlagen dürfte bei mehrfach verwendbaren Kontaktlinsen sicher der Aufwand zum Putzen und Bewahren der Kontaktlinsen – da sind ja nicht nur das Putzmittel und die Aufbewahrungsflüssigkeit zu bedenken, sondern auch deren Verpackungen sowie die Beschaffungswege und Kosten dafür. Doch Wegwerfkontaktlinsen sind nicht viel grüner: Wie die meisten herkömmlichen wiederverwendbaren Linsen wird auch ein Großteil davon immer noch aus dem Rohstoff Erdöl hergestellt.

Und da wir schon über Umweltaspekte von Kontaktlinsen reden: Ich las gerade, dass weiche Kontaktlinsen Stoffe aus der Umwelt aufnehmen, speichern und gegebenenfalls an den Organismus abgeben können: Umweltgifte wie Abgase von Autos ebenso wie gegebenenfalls Schadstoffe in den Pflegemitteln. Es macht also durchaus Sinn, sowohl bei den Kontaktlinsen selbst als auch bei den Pflegemitteln auf ökokorrekte Produkte zu achten. Und zwar ist es dabei ganz egal, ob Sie kosmetische oder medizinische, farblose oder farbige Kontaktlinsen tragen.

Nutzt den Tag!