Studie: Deutsche Firmen setzen auf Recyclingpapier

Deutsche Wirtschaft stellt auf Recyclingpapier um

Laut einer repräsentativen Unternehmensbefragung von A.T. Kearney und der Initiative Pro Recyclingpapier werden deutsche Unternehmen in Zukunft in allen Bereichen deutlich mehr Recyclingpapier verwenden und dies auch nach außen zeigen. Sie sähen Papier demnach als wichtigen Faktor nachhaltigen Handelns und folgten dem sich verstärkenden Trend zu mehr ökologischer Verantwortung. Der Blaue Engel habe sich trotz Labelvielfalt als führendes Umweltzeichen durchgesetzt, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung der Initiative.

40 Prozent der Unternehmen, die bereits Recyclingpapier verwenden, wollen ihren Einsatz noch in diesem Jahr deutlich erhöhen. Gleichzeitig bestehe auch bei den bisherigen Nichtnutzern eine hohe Bereitschaft, das konventionelle Papier durch Recyclingpapier zu ersetzen: Rund ein Drittel der Unternehmen plane, so die Initiative Pro Recyclingpapier, eine Umstellung auch im imageträchtigen Außenauftritt (Briefpapier, Publikationen). Über 80 Prozent der Unternehmen kennen die Umweltvorteile von Recyclingpapier und setzen es daher ganz bewusst als Teil ihrer Nachhaltigkeitsstrategien ein.

“Die Studie belegt eindrucksvoll, dass sich das Papier mit dem Blauen Engel aus der Ökonische hin zum Papier der Zukunft entwickelt hat. Eine hohe Übereinstimmung mit den Nachhaltigkeitszielen der Unternehmen macht Recyclingpapier moderner denn je. Zugleich sind die Umweltvorteile von Recyclingpapier wissenschaftlich belegt und messbar, so dass Unternehmen ihre Umweltbilanzen damit einfach und effizient verbessern können”, so Michael Söffge, Sprecher der Initiative Pro Recyclingpapier.

“Aufgrund des starken Trends zu nachhaltigem Wirtschaften ist Recyclingpapier für Unternehmen aller Branchen in hohem Maße handlungsrelevant geworden”, so Dr. Carsten Gerhardt, Principal von A.T. Kearney und Methodikpartner der Studie. Die Unternehmen sähen die hohe Relevanz des Faktors ‘Papier’ und stellten sich mit der Nutzung von Recyclingpapier ihrer ökologischen Verantwortung.

Die Studie “Zukunftstrends: Recyclingpapier und ökologische Nachhaltigkeit” wurde gemeinsam von der Initiative Pro Recyclingpapier und der Unternehmensberatung A.T. Kearney auf Grundlage einer Online-Befragung im März und April 2010 erstellt. An der Befragung beteiligten sich 120 Unternehmen aller Größen aus allen Branchen.

Machen deutsche Verbraucher einen Rückzieher? Nachfrage nach Recyclingpapier soll sinken

Was mir dazu einfällt? Als ich im Sommer die Austattung für meine in die Vorschule kommende Tochter besorgen wollte, fiel mir auf, dass Produkte aus Recyclingpapier in den Papierwarenabteilungen von Drogerien, Kaufhäusern und selbst speziellen Fachläden keine Selbstverständlichkeit sind. Oft musste ich danach fragen, weil in den Auslagen kein recyceltes Blatt Papier zu sehen war. Als hätte es hier einen gesellschaftlichen Rückschritt gegebenen, den mir die Fachverkäufer zum Teil sogar bestätigten. Demnach fragten die Verbraucher weniger nach Recycling-Papierwaren als noch vor ein paar Jahren. Eine anschließende Google-Suche brachte mir ebenfalls diesen Rückschritt bestätigende Meldungen.

Also Leute, tut mir und Euch den Gefallen und achtet wieder verstärkt darauf, dass Ihr Produkte aus Recycling-Papier kauft!

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Körnerfresser: Gartenvögel stehen scheinbar nicht auf Bio

Gartenvögel stünden laut einer gerade veröffentlichten Untersuchung nicht auf Bio: Kleine Vögel wie Meisen oder Amseln pickten lieber konventionelle Körner auf als Futter aus biologischem Anbau, wenn sie die Wahl hätten. Das berichteten Forscher der Universität im englischen Newcastle, schreibt die österreichische “KleineZeitung” in ihrer Online-Ausgabe. Die Nicht-Bio-Körner hätten demnach rund zehn Prozent mehr Protein. Das bringe die Vögel besser durch den Winter, heißt es weiter.

Allerdings blicke die Studie nur auf ein Element der Bionahrungsmittel-Debatte, nämlich den Proteingehalt, gab Forschungsleiterin Ailsa McKenzie demzufolge zu bedenken. Die langfristigen Folgen durch Pestizide und Chemikalien im Essen dürften nicht vernachlässigt werden.

Die Forscher hätten in 30 Gärten Nordenglands Futterstationen für beide Körnerarten aufgestellt und das Fressverhalten der Vögel jeweils über mehrere Wochen im Winter beobachtet. Zur besseren Kontrolle tauschten sie die Plätze der beiden Futterstationen nach der Hälfte der Zeit. Die Ergebnisse der Studie erschie
nen im “Journal of the Science of Food and Agriculture”.

Wir haben bisher jeden Winter unser Vogelhäuschen auf dem Balkon bestückt – mit herkömmlichen Körner aus unserem Supermarkt. Und das bunte Treiben beobachtet, dass tatsächlich am Futterhäuschen stattfand. Immer zur selben Stunde kam eine Meisenfamilie und hat gefressen. Das mache ich in diesem Winter ganz genau so – jetzt erst recht, wo mich Forscher offiziell auf den Geschmack der Vögelchen gebracht haben.

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Gepostet am 08.09.2010, 09:54
Tags: Bio-Futter, Meise, Vögel, Vogelhaus | Kategorie: Mein grüner Balkon
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China, das Land der (Elektro)Fahrräder

China, ein Umweltsündermärchen

Denk ich an China in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht … (Doreen frei nach Heinrich Heine).

Laut Medienberichten sind die Chinesen umgestiegen: Von Mopeds und Motorrädern auf Drahtesel. Das ist doch gut für die Umwelt, mag mancher denken. Doch die Chinesen nutzen inzwischen elektrische Räder, von 140 Millionen an der Zahl ist da die Rede, die trotz fehlenden Benzin-Motorenlärms und umweltverschmutzender Abgase eine schlechte ökologische Bilanz aufweisen. Schließlich muss die Elektroenergie gewonnen werden. Und das wird sie demzufolge zumeist aus dem Rohstoff Kohle.

Was ist eigentlich aus den vielen Chinesen geworden, die einst fröhlich mit Strampelfahrrädern durch die Gegend fuhren. Waren das noch Zeiten! Ich strampele mich hier schließlich auch jeden Tag durch Hamburg.

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Gepostet am 07.09.2010, 12:38
Tags: China, E-Bikes, Fahrrad | Kategorie: Alltägliches Grünzeug
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Bio-Bäuerin Nicole Kidman

Die Berliner Zeitung berichtete kürzlich, dass die Schauspielerin Nicole Kidman in die Rolle einer Bio-Bäuerin geschlüpft sei. Nicht für einen Film, sondern für ihre kleine Tochter. Das gefällt mir.

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Gepostet am 06.09.2010, 06:05
Tags: Bäuerin, Bio, Nicole Kidman | Kategorie: Grüne Klatschecke: Green Press Room
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Bio-Erdbeeren sind nahrhafter und besser für den Boden

Die “Süddeutsche Zeitung” berichtete in ihrer Online-Ausgabe, dass US-Forscher Bio-Erdbeeren gute Noten gegeben hätten: Bei einem Vergleich konventioneller und organisch angebauter Früchte in den USA wären die Bio-Beeren nahrhafter gewesen und hinterließen demnach den Boden gesünder.

Bei einer Sorte habe die Öko-Frucht im Test sogar süßer und somit besser geschmeckt als die konventionell angebaute, während bei zwei weiteren Sorten kein Geschmacksunterschied zwischen Bio und Chemie festzustellen war, heißt es bei der SZ weiter. Die Studie sei im US-Journal «PLoS One» (San Francisco) nachzulesen.

Das Team um John Reganold von der Washington State University untersuchte demnach die roten Beeren auf 26 Feldern in Kalifornien. In dem Westküstenstaat werde mehr als ein Viertel der weltweiten Erdbeerernte angebaut, schreiben Reganold und Kollegen. Etwa fünf Prozent davon stammen von organisch bewirtschafteten Ackerflächen.

Die Hälfte der untersuchten Felder wurde organisch bestellt, die andere konventionell, auch unter dem Einsatz von Methylbromid. Dieses Pestizid gilt als schädigend für die Ozonschicht und steht unter Verdacht, Krebs zu erregen. Die Forscher nahmen bereits in den Jahren 2004 und 2005 drei Sorten Erdbeeren unter die Lupe.

Nach Auskunft des Teams hielten sich die Bio-Erdbeeren im Regal länger frisch, waren aber deutlich kleiner als konventionell angebaute Vergleichs-Früchte. Sie enthielten aber mehr Trockenmasse sowie mehr Antioxidantien wie Phenole und Ascorbinsäure (Vitamin C) – was die Wissenschaftler als nahrhafter bezeichneten, so die SZ. Allerdings war in den organisch angebauten Beeren weniger Kalium enthalten.

Auch Proben der Ackerflächen analysierten die Wissenschaftler im Labor. In dem organischen Boden war demnach mehr Kohlen- und Stickstoff zu finden, was als fruchtbar für den Anbau von Nahrungsmitteln gelte. Auch in einer Reihe anderer Eigenschaften habe der Bio-Boden den konventionell beackerten ausgestochen. Bei Genanalysen habe sich herausgestellt, dass bei Ersterem deutlich mehr und vielfältigere aktive mikrobielle Gene vorhanden waren, was als Maßstab für einen widerstandsfähigen Boden gelte.

Wie heißt es in der Mathematik? Was zu beweisen war.

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Gepostet am 05.09.2010, 07:53
Tags: Bio-Erdbeeren, Boden, Erdbeeren, nahrhafter, US-Studie | Kategorie: Allgemein
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Biss im Morgengrauen? Bettwanzen breiten sich immer stärker aus!

Wen lasst Ihr zu Euch ins Bett?

Ist es Euch aufgefallen? Die Meldungen zu Bettwanzen mehren sich. Meist handelten die Nachrichten von Bettwanzen in US-amerikanischen oder kanadischen Betten, die in New York oder Vancouver standen. Doch inzwischen seien Bettwanzen auch in deutschen Ballungsgebieten auf dem Vormarsch und kaum zu stoppen, schrieb kürzlich Yahoo.

Der Deutsche Schädlingsbekämpfer-Verband (DSV) spreche demnach von einer starken, sinuskurvenartigen Zunahme, die vor etwa fünf Jahren begonnen habe. “Bettwanzen übertragen keine Krankheiten”, erklärt Erik Schmolz vom Umweltbundesamt gegenüber Yahoo. Deshalb gebe es noch keine Daten über ihre Verbreitung zwischen Flensburg und Füssen. Doch die Stiche von Bettwanzen sollen extrem unangenehm, der Juckreiz “barbarisch” sein, zitiert Yahoo den Chef des Frankfurter Gesundheitsamtes, René Gottschalk.

“Ein Anstieg der Bettwanzen-Population ist weltweit zu verzeichnen”, berichtet demzufolge der DSV-Bundesvorsitzende Rainer Gsell und nennt Dubai als Beispiel. Die behaarten Kosmopoliten mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Cimex lectularius hatten vor den Olympischen Winterspielen auch im kanadischen Vancouver für Aufregung gesorgt. Aus Nordamerika, Australien, Dänemark und der Schweiz gebe es eindeutige Hinweise auf eine Zunahme, berichtet Schmolz weiter. Und hierzulande? Ein Befall werde ungern zugegeben. Schädlinge seien allgemein ein Tabu-Thema.

Wie Bettwanzen uns Menschen aussaugen

Bettwanzen seien ein Geniestreich der Natur, zitiert Yahoo Gottschalk. “Die Insekten sind unglaublich lange in der Lage, ohne Feuchtigkeit und Nahrung auszukommen.” Den Menschen nutzten die wenigen Millimeter großen Tiere kurzzeitig als Futterquelle, dann verschwänden sie wieder in ihren Ritzen. “Wanzenfamilien essen gemeinsam zu Abend, alle auf derselben Stelle”, berichtet der Mediziner weiter. Sie mögen es besonders, wenn der Mensch schwitze. Die erste, die Licht sehe, husche zurück in die Ritze und der Rest der Familie folge.

Ein Bettwanzen-Biss und seine Folgen

Infolge eines Bisses einer Bettwanze könne die Haut extrem jucken oder stark allergisch reagieren, heißt es weiter. Der Grund: Die birnenförmigen Sechsbeiner sondern beim Stechen einen Stoff ab, der neben Schlafstörungen auch starke allergische Reaktionen verursachen könne. Antihistamin-Salbe lindere die Beschwerden, sagen Experten. Auch Erreger wie Borreliose, Hepatitis und sogar HIV seien, so berichtet Yahoo, bei Wanzen schon gefunden worden. Eine Übertragung auf den Menschen wurde demnach aber nicht nachgewiesen.

Bettwanzen aus zweiter Hand: Was hat Secondhand-Kleidung mit der Verbreitung der Plagegeister zu tun?

Weltumspannender Tourismus und Gebrauchtwaren-Handel sind laut Experten Ursachen dafür, dass Wanzen, die Betten der Welt erobern. Sie können unbemerkt in Koffern und Taschen mitreisen, vor allem aber auch in Kartons auf Lastwagen, Schiffen, Zügen und Flugzeugen – so beschreibt Yahoo mögliche Reisewege von Bettwanzen. “Sie lieben Hölzer und Kartonagen”, sagt Gottschalk. Und glücklicherweise suchten sie sich eher selten neue Lebensräume. Zur weltweiten Ausbreitung sollen auch Resistenzen gegen Schädlingsbekämpfungsmittel geführt haben. “Es liegt definitiv nicht an mangelnder Hygiene”, betont Schmolz. Und Gottschalk sagt: “Wenn sie erstmal irgendwo drin sind, breiten sie sich aus und sind auch in blank geputzen Kachelstudios und sehr gepflegten Wohnungen zu finden.”

Woran erkennt man, dass man Wanzen im Bett hat?

Noch vor zehn Jahren hätten Wanzen als weitgehend ausgerottet gegolten, sagt Schädlingsbekämpfer Gsell bei Yahoo. “Die Leute erkennen sie auch nicht mehr so. Das Know-how hat nachgelassen”, ergänzt Schmolz. Ein untrügliches Zeichen für Wanzenbefall seien die Kotspuren – kleine schwarze Punkte auf Tapete und Bettrahmen.

Was soll man tun, wenn man Bettwanzen gefunden hat?

“Sofort einen professionellen Schädlingsbekämpfer rufen!”, rät Schmolz. “Sie müssen fast ihre Wohnung zerpflügen, um an die Wanzen heranzukommen”, sagt Gottschalk. Möbel müssten auseinandergebaut, Ritzen mit Silikon zugestopft und die Matratze möglicherweise ausgewechselt werden.

Die preiswerteste und am wenigsten aufwendige Methode seien Insektizide, sagt Gsell. “Allerdings kann es schon mal sein, dass das nicht gleich von Anfang an funktioniert.” Deutlich aufwendiger und teurer sei es, die Tierchen mit Hitze – über 55 Grad – oder Trockeneis zu bekämpfen. Und auch wenn der Kammerjäger mehrmals kommen muss: “Bei Insektiziden sachgemäß angewendet, sind keine Gesundheitsschäden zu erwarten”, sagt Schmolz.

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Gepostet am 04.09.2010, 12:52
Tags: Bekämpfung, Bettwanzen, Insektizide, Risiko, Wanzen | Kategorie: Das diskutiert man jetzt
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Ich habe heute Geburtstag!

Und deshalb gibt’s heute nur ganz kurz einen klitzekleinen grünen Tatsachenbericht von mir: Ich fahre wieder ganz viel Rad! Und freue mich, nicht mehr auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen zu sein. Der Fahrtwind im Gesicht versetzt mich in euphorische Gefühle und meine grünen Pluspunkte auf meinem Bio-Konto mehren sich davon.

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Gepostet am 03.09.2010, 10:23
Tags: Bio-Konto, Fahrrad, Geburtstag, Rad | Kategorie: Doreens grüner Aktionismus
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