Doreens Anti-Blumen-Tick: Schnittblumen – ohne mich!

Ich mag keine Schnittblumen

Ich werde in vier Tagen 39. Und ganz sicher keine Blumen zum Geburtstag bekommen. Denn jeder in meinem Lebensraum weiß, dass ich Schnittblumen nicht mag. Weder zum Geburtstag noch als romantische Gabe bei einem Stelldichein. Auch nicht als Werbegag oder PR-Masche. Abgeschnittene Blumen sind für mich irgendwie tot. Auch wenn sie noch so schön anzusehen sind – zumindest an den ersten Tagen – sind sie für mich einfach nur irgendwie: tot. Ich mag Dinge, die wachsen. Die leben. Blumen auf einer Wiese.

Mit einem Bumenstrauß macht man mir also keine Freude. Und die meisten, die mich kennen, wissen das inzwischen. Manchmal aus Erfahrung. Natürlich bedanke ich mich höflich, wenn jemand mir unwissenderweise trotzdem Blumen schenkt. Aber innerlich ekele ich mich doch davor. Und ich bin dann meist auch ziemlich schnell mit der Entsorgung der nicht immer schon gänzlich verwelkten Blumen. Von meiner Mutter habe ich diesen Anti-Blumen-Tick jedenfalls nicht. Die ist Pro-Blume. “>Sie kauft sich regelmäßig, wöchentlich?, Blumensträuße aller Art und schmückt damit ihr Heim. Und sie hütet die Blüten bis zum letzten Blütenblatt. Ich treffe dann auch oft noch den Strauß der letzten oder vorletzten Woche an, wenn ich sie besuche. Da hat sie echt was drauf. Sie kann tote Blumen ziemlich lange lebendig aussehen lassen.

Mama sind Bio-Schnittblumen zu teuer

Ich habe meiner lieben und vielen Dingen gegenüber aufgeschlossenen Mama kürzlich eindringlich nahe gelegt, zumindest Bio-Blumen zu kaufen, die gibt’s ja inzwischen schon im Supermarkt. Bio- und Fairtrade-Blumen sind natürlich etwas teurer. Das passte Mama dann nicht ins Portemonnaie. Schade. Aber so ist sie nun mal, meine Mama. Argumente wie CO2-Fußabdruck und ökologische Bilanz kommen bei ihr an. Das schon. Aber die Theorie in Taten umsetzen, das fällt Mama bei Bio-Sachen irgendwie schwer.

Sie schenkt mir zum Geburtstag sicher eine Sonnenblume im Topf. Die dann auch irgendwann verwelkt ist und wegeschmissen wird. Dieser Blumenwahnsinn geht mir ganz schön gegen den Stengel. Schenkt mir doch bitte stattdessen Lesestoff, schokoladigen Nervenberuhigungsstoff oder einfach nur Zeit mit Euch!

Danke!

Nutzt den Tag!

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Dieser Beitrag wurde erstellt am 30.08.2010 um 06:09 und gehört in die Kategorie Doreens grüner Aktionismus.
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Ein Kommentar zu “Doreens Anti-Blumen-Tick: Schnittblumen – ohne mich!”

  1. mircana (06.01.2011 um 15:41):

    Ich sehe das genauso wie Sie. Jedoch kaufe ich wenn dann bio-blumen aus einem anderen Grund. Wussten Sie, dass sich in Kenia jährlich 350 000 Menschen eine Pestizidvergiftung zuziehen, die allein von der Arbeit auf den Blumenplantagen kommt, und dass sogar 1000 Menschen jährlich daran sterben fällt auch weiterhin niemandem auf.

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