Dioxin-Skandal: Asche zu Asche, Rauch zu Rauch und Abfall zu …? Nein, in den Bauch!
Ei, Ei, Ei – was ess’ ich da? Ein Lebensmittelskandal jagt den nächsten
So langsam wird mir schlecht.
Seit ich mein Bio-Bewusstsein als Verbraucher entwickle – also ungefähr seit ich mein eigenes Geld verdiene – jagt ein Lebensmittelskandal den nächsten. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir Verbraucher nur die Spitze des Skandalberges kennen. Als ich heute einen Hintergrundartikel zum aktuellen Dioxinskandal in Eiern las, den die Kollegen der ARD online stehen haben, stellte ich mir beim Lesen die Frage, ob nicht so mancher dieser von Menschenhand gemachten Fehler ihren Ursprung in unserer Respektlosigkeit gegenüber all den anderen Lebewesen auf diesem Planeten hat und in der Arroganz, die wir Menschen an den Tag legen, weil wir für uns beanspruchen, das höchst entwickelte von allen zu sein.
Über tierische Umwege fressen wir Menschen Abfall
In dem ARD-Artikel zum Dioxin, das derzeit in vieler Munde zu sein scheint, “Was steckt in modernem Tierfutter” heißt es unter anderem: “Der Rest – bis zu ein Drittel des Futtermittels – besteht aus Abfallprodukten der Lebensmittelindustrie. Weizenkleie aus Mühlen, Rübenschnitzel aus der Zuckerproduktion oder – für Wiederkäuerfutter – Biertreber aus den Brauereien.
Historisch ist Restverwertung keine Unbekannte
Der Einsatz solcher Abfallprodukten sei nicht bedenklich, sagt Susenbeth. Denn jeder zugelassene Zusatzstoff sei mit seiner erlaubten Dosis genau in der Futtermittelverordnung verzeichnet.
Eine Meinung, die auch andere Tierernährungsexperten teilen. ‘Die Tierhaltung hat immer schon das verwertet, was der Mensch nicht mehr essen wollte’, sagt Prof. Jens Kamphues von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Die Verarbeitung von industriellen Nebenprodukten in Mischfutter sei darum eine ressourcenschonende Resteverwertung, wie es sie schon in Mastbetrieben im Altertum gab.”
Der Mensch füttert sein späteres Futter mit Abfall
Abfallverfütterung, Abfallverwertung – das betreibt Mensch demnach schon lange. Was das Ganze nicht unbedingt rechtfertigt. Der Mensch glaubt ja ebenso lange schon, das einzig beseelte Wesen zu sein. Unbestritten ist, dass dieser oben genannte Abfall für uns Menschen keinen Wert mehr hat. Sonst fände sich doch sicher der eine oder andere, der auch aus diesen Resten noch was Verwertbares machen würde. Wer seine “minderwertigen” Haustiere mit eben diesem Abfall füttert, der nimmt doch bewusst in Kauf, dass diese minderwertig aufgezogen werden. Und schlussendlich auch als minderwertiges – wenn nicht gesundheitsschädigendes Nahrungsmittel aufgetischt werden und in den eigenen Magen wandern. Wie blöd ist das denn, bitte?
Ganz sicher habe ich jetzt die Argumentation stark vereinfacht aufgebaut – aber genauso fühle ich es gerade.
Nutzt den Tag!
Tags: Abfall, Abfallverfütterung, Dioxin, Eier, Lebensmittelskandal, Tierfutter, Vergiftung






Das Schlimmste ist für mich jedoch, dass es praktisch schon seit März 2010 bekannt war!
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