Beiträge über ‘Biokäufer leben gesünder’

Ein Putzfrauen-Report

Bio-News des Tages: Wer Bio kauft, lebt gesünder

Zwei Nachrichten hält dieser – in Hamburg – regnerische Samstagmorgen bereit:
1. Forscher des Max-Rubner-Instituts für Ernährung und Lebensmittelforschung (MRI) in Karlsruhe lieferten jetzt mit einer Studie den Beleg dafür, dass diejenigen von uns, in deren Einkaufswagen häufig Bio-Produkte landen, auch im Allgemeinen gesünder leben. Biokäufer leben gesünder!
2. Bio-Produkte werden gekauft, trotz oder gerade wegen der weltweiten Wirtschaftskrise, der damit einhergehenden Flaute im deutschen Einzelhandel und der Umweltkatastrophen.

Wer Bio kauft, macht sich demnach generell eher mal Gedanken über einen insgesamt ökologischen Lebensstil. Das kann ich nur bestätigen. Bin schwer am Nachdenken:

Wie putzt man seine Wohnung ökologisch?
Ich habe nämlich gerade den allwöchentlichen Wohnungsputz hinter mir, den Wechsel der Bettwäsche und das Reinigen des Katzenklos. Und fühle mich umweltunfreundlich: Für das Eichenparkett in meiner für die kleine Großfamilie langsam zu klein werdenden Wohnung habe ich ein Spezialreinigungsmittel aus der Drogerie genutzt. Für das schon ziemlich mitgenommene Linoleum in der Küche ein zweites. Und für Bad und WC ein drittes. So richtig umweltfreundlich ist das sicher nicht. Meine Hände, die ich beim Putzen meist nicht mit Handschuhen schütze, müssen jetzt erst einmal in die Pflegeschleife: Waschen, Trocknen, Cremen.

Die Mutter einer Freundin berichtete kürzlich, dass ihre Putzfrau für jedes Haushaltsproblem, also für jede Art von Schmutz, ein passendes Mittel parat hat. Die hat jedes Mal mehr als zehn Fläschchen und Flaschen dabei. Summa summarum braucht sie dafür aber auch viel Geld.

Alternativen zum Putzzeugs aus der Drogerie? Klar, Essigwasser wird mir geraten, das soll auch fürs Parkett gut sein. Aber der Essig sticht arg in der Nase und brennt in den Augen. Doch in den Putzmitteln steckt ja auch jede Menge Chemie, die mir während des Putzens und später über das Abwasser der Umwelt schadet. Immerhin, inzwischen verzichte ich auf den Dufterfrischer im Bad, sowohl den im WC als auch den für die Luft. Als Anreiz für die Kids, um das große Geschäft endlich mal ins Klo zu machen, diente letzterer mir gute Dienste. In der Küche habe ich zwei Putzmittel, eins fürs Handwaschgeschirr, ein zweites für die Spülmaschine. Seit der letzten Reparatur verzichte ich auf Rat des Monteurs auch auf extra Klarspüler. Der gute Mann, der allein für die Anfahrt und das Stellen der Diagnose 100 Euro kassierte, meinte, die Spülmaschinentabs der neusten Generation können meist gut klarspülen. Macht für Küche und Bad fünf Putzmittel. Verzichten tue ich zudem dank meines Staubsaugers, der bei der Anschaffung entsprechend teuer war – aber immerhin bekamen wir gratis eine funktionsminimierte Miniversion für die Kids geschenkt – auf Staubsaugerbeutel. Also, an meinem ökologischen Putzverhalten muss ich noch arbeiten, keine Frage.

Wie kriegt man seine Wäsche sauber & wäscht dennoch ökologisch?

Kritisch betrachten muss ich an dieser Stelle auch mein Wäschewaschverhalten: Gut, die Maschine ist nach ökologischen Gesichtspunkten gekauft. Ich packe sie auch jedes Mal ganz voll. Ich wasche so oft es geht bei niedrigen Temperaturen, meist mit 40 Grad. Außer Bettzeug und Handtücher, da drehe ich die Temperatur hoch auf 60 Grad. Stellt Euch allein den Berg an fünf Mal Bettwäsche heute morgen vor. Ich sortiere Wäsche penibel nach Farben und Materialien. Ich lasse die Wäsche lufttrocknen, das Kellerfenster geht glücklicherweise nicht zur vielbefahrenen Straße sondern zum grünen Hofgarten raus, und bügele nie auf Vorrat. Ich benutze weder Weichspüler noch Bügelhilfen. Zurzeit nutze ich ein Flüssigwaschmittel, das gefällt mir ganz gut. Für Wolle und Feines nehme ich Haarwaschmittel.

Alternative Waschmittel

Bei meinen Recherchen für das YaaCool-Bio-Portal bin ich auch über Waschnüsse gestolpert und über Waschkissen, die jedwedes Waschmittel überflüssig machen sollen. Eine Freundin hat lange Zeit mit den Nüssen gewaschen, das Ergebnis gefiel mir aber nicht. Vielleicht sollte ich es dennoch mal damit versuchen?

Nutzt den Tag!