Beiträge über ‘Fleisch’

Dioxin-Skandal – die anstrengende Suche nach der richtigen Information

Zu wenig Infos zu Dioxin?

Laut einer aktuellen Umfrage des “Focus” vermissten knapp zwei Drittel der Menschen hierzulande Informationen zu Dioxin, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.  Dabei ist das Zeug buchstäblich in aller Munde. Und auch nahezu jedes Medium beschäftigt sich mit dem Dioxin. Alle beantworten Fragen wie: Was ist Dioxin, wie wirkt das Gift Dioxin in unserem Körper? Warum steckt Dioxin im Essen? Welches Fleisch darf man denn jetzt noch essen? – die Frage versucht ein Artikel der Kollegen von n-tv zu beantworten.

Infos zu Dioxin bekommt man nicht eben mal serviert!

Ich glaube schon lange nicht mehr, dass man als Verbraucher davon ausgehen kann, Infos konsumierfreundlich serviert zu bekommen. Schon gar nicht solche wie über Dioxin. Selbstverständlich wäre das optimal. Doch in unserer Welt ist der Verbraucher selbst gefragt. Er muss sich von sich aus informieren. Er muss sich die Infos selber holen!

Infos zu Dioxin muss der Verbraucher sich holen!

Tatsächlich müssen wir unsere Mündigkeit auch als solche begreifen und vor dem Kauf unseres Essens prüfen, was wir da eigentlich essen. Und fragen, fragen, fragen. Je mehr, desto besser. Dann müssen nämlich die Händler, die Hersteller, die Anbauer und Aufzieher Antworten liefern. Jeden Tag aufs Neue. Und informiert von eigener Recherche – etwa im Internet, im Bekanntenkreis und im Handel – entscheiden wir dann, was wir kaufen und essen. Beim Kauf eines Autos oder Handys tun wir das doch auch – da werden Vergleichstests und Kritiken anderer User gelesen, da wird im Laden gefragt und getestet. Unsere kritische und aufmerksame Einkaufsnatur muss selbstverständlich auch beim Kauf von Lebensmitteln aktiv werden.

Das wäre ein Fortschritt.

Nutzt den Tag!

 

 

 

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Gepostet am 17.01.2011, 08:57
Tags: Dioxin, Dioxin-Skandal, Eier, Fleisch, Information, Infos | Kategorie: Das diskutiert man jetzt
4 Kommentare

Ist helles Fleisch gesünder als rotes? Nein!

Das ist eine Nachricht, auf die ich schon sehr, sehr lange gewartet habe: Helles Fleisch ist nicht gesünder als rotes, wie es seit Jahren ständig überall behauptet wird. Das konnte ich mir sowieso nicht vorstellen. Aber: Ich esse auch nur Fleisch vom Tier geschnitten, nicht weiterverarbeitet.

Rotes Fleisch ist nicht gesundheitsschädlicher als helles! Erst die Verarbeitung zu Wurst mache rote Fleischprodukte zu Risikofaktoren: Zu viel Salz und Nitrate in der Wurst sind ungesund!

Im Gegensatz zum hellen Geflügelfleisch galt bisher etwa für das dunklere Rind- oder Schweinefleisch ein höheres Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes. Dies komme aber erst zustande, wenn das Fleisch weiterverarbeitet wird, zum Beispiel zu Schinken, Salami oder andere Wurst, berichtet die “Apotheken Umschau”. Wer eine vergleichbare Menge etwa als Steak isst, müsse demnach keine gesundheitlichen Nachteile befürchten. Das sei bei einer Analyse der Daten von über einer Million Menschen aus zehn Ländern herausgekommen. Vermutlich sei der hohe Gehalt an Salz und Nitrat in verarbeitetem Fleisch gesundheitsschädlich, so die Forscher.

Danke für die gute Nachricht!

Nutzt den Tag!

Das letzte Würstchen

Würstchen sind mir seit gestern Wurst!

Ich mag keine Wurst und ich mag keine Würstchen. Ich traue den Dingern nicht über den Weg, beziehungsweise ihren Produzenten nicht. Ein Blick auf die Zutatenlisten der Wurstwaren ist dabei ganz sicher ausschlaggebend, aber eben nicht nur. Ich habe zudem auch ziemlich verquere Vorstellungen davon, wie das Würstchen hergestellt wird, obwohl ich dank eigener Anschauung beim Fleischer, bei Schlachtfesten in der lieben Verwandtschaft und dank lehrreichen und gleichzeitig amüsanten Sendungen wie “Wissen macht Ah!” oder “Die Sendung mit der Maus” auf KIKA eigentlich weiß, wie’s geht. Und bestimmt tue ich mit meinen Vorurteilen so manchem gewissenhaften Wurstproduzenten unrecht. Dafür entschuldige ich mich bei diesen an dieser Stelle. Doch jeder hat seine Grenzen und Würstchen liegen außerhalb der meinen. Bei mir hat so ein rosa Würstchen einen schlechten Ruf: Ich glaube, dass die Herstellungsweise eines Würstchens allein schon dazu verleitet, die eine oder andere unnötige, unnütze oder ungute Zutat hineinzumischen. Und dass bereitet mir mehr als Magengrummeln.

Das letzte Abendmahl mit Würstchen

Meine Kids lieben Würstchen und balgen sich nicht selten darum. Also kaufen wir ab und zu welche. Das gefällt mir nicht. Das gefällt mir ganz und gar nicht. Und deshalb ist damit von nun an Schluss. Ich habe nämlich gestern meinen Erwachsenenstatus – wenn auch nicht schamlos – ausgenutzt und meine Kids manipuliert. Und das ging so: Ich habe ihnen beim Abendessen – quasi das letzte Abendmahl mit Würstchen in meiner Küche -, in der ich im Übrigen größtenteils und vor allem gerne! alleine! zubereite, koche, backe, serviere, aufräume und putze, einen interaktiven Vortrag gehalten, bei dem meine größeren Kinder die Wortlücken füllen durften, die ich frei ließ. Zum Beispiel: Wie entsteht Rosa? Indem man die Farben … (Weiß) und … (Rot) mixt. Umgesetzt auf das Würstchen heißt das: Das Rote ist das … (Fleisch) und das “Weiß kommt von dem Fett”, unterbrach mich meine Große. “Und Fett macht fett!”, das wusste sie auch. Schon. Von mir. Klar. In diesem Stil ging es weiter, beispielsweise um die Zerkleinerung bestimmter Zutaten, so dass man hinterher nicht mehr sieht, welche Konsistenz die eigentlich ursprünglich hatten. Es ging um Lebensmittel-Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker, Aromen, Rauch, Würze und Gewürze sowie Farbstoffe und all das Zeug, das in einem Würstchen wie dem unsrigen gestern Abend aus herkömmlicher Herstellung steckt.

Nie wieder Würstchen auf meinem Teller

Das Ende unseres Abendessens bedeutete dann auch das Ende unseres Würstchenkonsums: Ich habe gesiegt. War ganz leicht. Das Thema Würstchen ist bei uns vom Tisch. Fürs Erste. Die verbliebenen Exemplare vernichteten wir – was nicht in unseren Magen passte, landete im Müll. Konsequenz muss sein. “Verschwendung” wie in diesem Fall, wie meine Kinder natürlich anmerkten, auch. Ich mag keine Würstchen. Ich esse lieber ein Stück Fleisch, bei dem man noch erkennen kann, dass und an wem es einst wuchs.

Dazu muss ich noch Folgendes erzählen: Wenn bei uns – einmal in der Woche, höchstens zweimal – Fleisch auf dem Teller landet, dann reden wir über dessen Herkunft. Wir reden über das Tier, von dem es stammt, über sein hoffentlich gutes, wenn auch oft kurzes Leben, darüber, wie es hoffentlich! schnell und schmerzlos oder zumindest schmerzarm getötet wurde und über die Angst, die es dabi ganz sicher gehabt hat. Wir reden auch darüber, warum wir es essen: Weil es uns schmeckt!

Nutzt den Tag!