Beiträge über ‘Leserpost’

Leserpost: “Ökotest” schreibt an YaaCool Bio

YaaCool Bio berichtet über “Ökotest” und bekommt prompt Post von “Ökotest”

YaaCool Bio hat vor einiger Zeit über das Magazin “Ökotest” berichtet, einmal im Artikel “‘Ökotest’ im Kreuzfeuer der Kritik” und einmal im Artikel “Was steckt hinter ‘Ökotest’?

YaaCool Bio wollte mit diesen Artikeln unter anderem deutlich machen, was vielen Verbrauchern nicht immer klar zu sein scheint: Dass Ökotest nicht nur Produkte testet, die ökologisch korrekt als Bio-Produkt daher kommen, sondern ebenso auch herkömmliche Produkte und Dienstleistungen unter die Lupe nimmt. Viele Verbraucher glauben fälschlicherweise, dass “weil ja ein Ökotest-Prüfsiegel auf der Verpackung klebt”, auch der Inhalt eines Produkts öko=bio sein muss.

Kurz nach der Veröffentlichung des ersten Artikels schrieb Ökotest an YaaCool Bio folgenden Brief, den ich hier gerne veröffentliche, weil ich die Infos lesenswert und die Argumente darin durchaus nachdenkenswert finde. Doch seht selbst, was Ökotest uns schreibt:

Leserbrief von Ökotest an YaaCool Bio

Sehr geehrte Frau Brumme,
ich bin im Internet auf Ihren Artikel über uns gestoßen und würde gerne darauf eingehen, weil es mir sehr am Herzen liegt, dass Sie verstehen, warum wir manche Dinge so machen. Wir gehen stets sehr offen mit Kritik um, haben beispielsweise im Internet eine Broschüre veröffentlicht, wo wir unsere Arbeitsweise und unsere Ansichten erklären und auch die häufigsten Fragen beantworten.

Sie haben Recht, wenn Sie schreiben, dass wir manche Bewertungsmaßstäbe nur auf einzelne Bereiche anlegen. Das macht die Stiftung Warentest auch so: Aktuelles Beispiel: Reis: Wir haben Mineralöl und Arsen gefunden, die Stiftung hat sich an den Basmati-Mischungen gestört, die zu wenig Basmati-Reis enthalten. Um ein Produkt zu testen, können Sie nicht alles, was möglich ist, testen. Man muss Schwerpunkte setzen. Was wir allerdings nicht machen, ist zum Beispiel bei einem Kinderautositz nur zu testen, ob der Stoff irgendwelche bedenklichen Farbstoffe enthält. Wir lassen ihn dann ebenso auf Sicherheitskritierien prüfen, eben was wir als sinnvoll erachten.

Dass wir kein reines Bio-Siegel sind, das stimmt auch. Wir kommunzieren aber doch nach draußen, dass wir auch andere Produkte testen. Schon allein, dadurch dass auf konventionellen, getesteten Produkten unsere Labels angebracht sind, zeigt dem Verbraucher, dass wir eine breites Portfolio haben. Unsere Leser sind unter anderem viele junge Familien und keine steinreichen Menschen. Die können sich nicht ausschließlich Bio-Produkte leisten, deshalb testen wir auch mal günstige Produkte. Übrigens auch immer die ökologischen Alternativen.

Sie zitieren Herrn zu Löwenstein. Und es stimmt derzeit, dass die Kritierien zur Tierhaltung nicht in unsere Bewertungskritierien einfließen, aber einfach deshalb, weil wir das nicht im Labor überprüfen können. Wenn uns die Hersteller versichern, dass das alles bestens ist, müssten wir das also glauben – und das tun wir nicht.

Dass wir auch ungesunde Produkte auszeichnen, liegt daran, dass Menschen auch ungesunde Lebensmittel essen wie Eis und Pudding. Wir schauen dann einfach, welche wenigstens ohne Schadstoffe sind, weisen aber immer – meist schon im Anlauftext – auf den hohen Zuckergehalt hin. Foodwatch hat uns damals auch kritisiert, da haben Sie Recht. Allerdings hatten wir in unserem Artikel breit und ausführlich darüber geschrieben, dass die Wirksamkeit von probiotischen Joghurts nicht bewiesen ist. Die Artikel kann übrigens jeder KOSTENLOS im Internet einsehen, nur die Tabellen mit den Testergebnissen sind dann kostenpflichtig. Insofern finde ich das nicht ganz fair von Foodwatch.

Das Thema Grenzwerte: Wissen Sie, dass die in Autoreifen die Grenzwerte von PAK geregelt sind, in Kinderspielzeug aber nicht richtig. Dabei wird ein Autoreifen von Kleinkindern nicht in den Mund genommen. Genau aus diesem Grund bewerten wir die Grenzwerte und setzen selbst welche fest. Und wir erklären in unseren Artikel immer, wie die Situation ist und warum wir welchen Grenzwert festlegen.

Sie schreiben, dass wir derzeit so sehr ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, berufen sich aber auf Kritikpunkte, die schon etwas älter sind. Das mit der Neurodermitis-Creme ist vier Jahre her. Der Sachverhalt war folgendermaßen: Im Juni 2006 geriet Öko-Test wegen eines bedenklichen Testergebnisses im Öko-Test Jahrbuch Kleinkinder für 2006 in die Kritik und erhielt vom Deutschen Presserat eine öffentliche Rüge wegen einer schwerwiegenden Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht. Die Redaktion hatte in einem Test von Neurodermitis-Cremes für Kleinkinder “nicht deutlich genug auf einen bestehenden Krebsverdacht bei drei Cremes hingewiesen. Zwar wurde im Text kurz mitgeteilt, dass es eine solche Warnung gebe, in der dazugehörigen Tabelle wurde der Verdacht aber nicht mehr dargestellt. [.] Zudem wurde in der Tabelle eine Creme angeführt, die nicht für Kleinkinder zugelassen ist,” begründete der Deutsche Presserat seine Entscheidung.[2] Öko-Test hat daraufhin den Presserat verklagt und darauf hingewiesen, dass sich der Krebsverdacht trotz millionenfacher Anwendung bis heute nicht erhärtet hat, sondern Dermatologen weltweit die Cremes erfolgreich einsetzen. Das Verfahren liegt jetzt beim Bundesgerichtshof, nachdem Öko-Test in der ersten Instanz gewonnen, in der zweiten verloren hatte.

Noch eine Kleinigkeit: Unsere Erfolgsgeschichte ist übrigens dieses Jahr genau 25 Jahre lang. Im April hatten wir unser Jubiläum.

Es wäre sehr nett, wenn Sie mich kontaktieren könnten. Ich kann Ihnen gerne und jederzeit aktuelle Tests zuschicken, damit Sie selbst lesen können, wie wir Themen angehen.

Mit freundlichen Grüßen aus Augsburg

Edigna Menhard
PR
ÖKO-TEST Verlag GmbH
Niederlassung Augsburg
Kobelweg 68a
D-86156 Augsburg

Danke, Edigna Menhard, dass Sie mir die Veröffentlichung Ihres Briefes erlaubt haben!

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Leser schreiben YaaCool: Die Wahrheit über Starbucks und Kaffee

Ein Leserbrief an YaaCool über die Zutaten eines Starbucks-Kaffees

YaaCool bekam kürzlich Post von einer Leserin, die nach einem unangenehmen Genusserlebnis in der Cafe-Kette Starbucks engagiert Ursachenforschung betrieben hatte. Auf der Suche nach dem Grund für ihr körperliches Unwohl in Folge des Besuches bei Starbucks und des Genusses eines Kaffees dort hat Jutta Ansani Lotz- Hentschel jede Menge Informationen zu den Inhalten eines Starbucks-Coffees herausgefunden, die Ihr Euch gerne zu Gemüte führen könnt. Der komplette Text, den Jutta dazu verfasste, steht in ihrem Blog, auf das ich in diesem Zusammenhang verweise. Euch mündigen Verbrauchern sage ich an dieser Stelle: Lest und macht Euch selbst ein Bild!

Nutzt den Tag!