Beiträge über ‘Stromfresser’

Strom-Verschwendung stoppen: Stromfresser kaufen billiger Strom als Stromsparer

Stromtarife sind nicht umweltgerecht: Stromfresser fressen billiger Strom als Stromsparer

Je mehr Strom ein Stromkunde seinem Stromanbieter abnimmt, desto weniger kostet ihn die einzelne Kilowattstunde. Ein Prinzip, das den Strompreistarifen hierzulande und anderswo seit Jahrzehnten zugrundeliegt und das Stromsparen zugunsten der Umwelt erschwert, wenn nicht gar verhindert. Eine Energiepolitik, die absolut umweltungerecht ist.

An neuen, der Einsicht in die Notwendigkeit des Stromsparens gemäßen und damit umweltgerechten Tarifmodellen für Strom arbeitet man indessen schon – zumindest ist das mein Erkenntnisstand. Allerdings stehen Politik und Stromindustrie damit vor einer schwierigen Aufgabe. Für die Stromkunden soll der Tarif künftig Anreiz genug bieten, Strom zu sparen. Je weniger Strom verbraucht wird, desto besser, äh, billiger. Das heißt auch, je weniger Strom seitens der bis heute nach dem Prinzip “Wer mehr Strom bereit stellt, verdient auch mehr”  funktionierenden Stomerzeuger bereitgestellt werden muss, desto besser. Der bisher höchst lukrative Strom-Kuchen müsste demnach also insgesamt immer kleiner werden, jeder müsste bereitwillig immer weniger davon essen beziehungsweise dafür kassieren wollen.

Wie soll das denn bitte funktionieren?

Neue Energiepolitik: Je weniger Strom verbraucht wird, desto billiger?

Zum Beispiel müssten dann auch Großabnehmer aus der Industrie für stromfressende Produktionen tief in die Tasche greifen. Das würde in der Folge dessen selbstverständlich auch deren Preispolitik und Preise, die sie ganz sicher an den Endverbraucher weitergeben, verändern.

Tiefgriefendes Umdenken von uns allen ist bitter nötig. Schon jetzt. Wer weiß schon, wie lange die Entscheider brauchen, bis sie die zukunftsträchtigen, umweltgerechteren Tarifänderungen entschieden haben und ob überhaupt. Solange können Stromfresser noch billiger Strom fressen als Stromsparer.

Und dabei haben wir hier noch nicht einmal über Ökostrom geredet.

Nutzt den Tag!

 

 
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Mein überhaupt gar nicht öko-korrekter Herd!

Mein Herd steht ganz unökologisch rum – neben dem Kühlschrank

Jedes Mal, wenn ich unseren Herd in Betrieb habe – und das ist ziemlich oft -, werde ich stinkesauer auf meinen Vermieter und und die von ihm eingebaute Küche. Die ist ökologisch betrachtet nämlich ein echter Reinfall: Denn mein Herd steht genau neben dem Kühlschrank. Und da steht er natürlich falsch, zumindest aus Energie-sparen-wollender-Sicht.

Mein Herd heizt dem Kühlschrank ein

Kaum ist der Backofen, kein Umluft-Modell, kuschelig warm, fängt der Kühlschrank an zu jammern. Ihm wird entsetzlich heiß und er muss gegenkühlen.

Kein öko-korrekter Kühlschrank: Kinderhände öffnen Kühlschrank öfter als nötig

Hinzu kommt, dass der Kühlschrank kinderhändefreundlich weit unten ist, so dass er in einem kinderreichen Haushalt wie es der meine nun mal ist, auch häufiger als notwendig geöffnent wird. Noch ein Grund für den armen Kühlschrank, zu stöhnen. Theoretisch gäbe es gegen das ungewollte Öffnen der Kühlschranktür von Kinderhand ein probates Mittel: Kinder-Sicherungen. Da aber mein Kühlschrank an den Herd grenzt – kann ich die nicht nutzen. Und so bleibt das Problem ein ungelöstes Problem. Und ich behalte mein schlechtes Gewissen bei der Zubereitung leckerer Speisen aus biologisch korrekten Zutaten, weil mein Herd alles andere ist als öko-korrekt.

Selbstverständlich habe ich schon mit meinem Vermieter darüber gesprochen. Sicher.

Nutzt den Tag!

Lüften und verdunkeln statt Raumklimagerät anschmeißen und Strom zahlen

Wenn dieser Tage die Sommerhitze in die Wohnungen dringt, sucht so mancher Verbraucher nach kühlender Hilfe. Viele Bau- und Elektromärkte versprechen genau das: schnelle und einfache Kühlung dank preiswerter Raumklimageräte. Doch Umwelt- und Verbraucherschützer warnen: Klimageräte sind wahre Stromfresser und belasten die Haushaltskasse erheblich. Bis zu 300 Euro im Jahr könne demnach ein Klimagerät die Stromkosten nach oben treiben – und die private Ökobilanz entsprechend verschlechtern, heißt es in einer aktuellen Pressemeldung.

Insbesondere mobile Kompakt-Klimageräte verbrauchten laut der Experten viel Energie für wenig Leistung. Wenn sie die warme Raumluft mit einem Schlauch durch das geöffnete Fenster leiten, ströme warme Außenluft zurück – das mache die Geräte ineffizient und leistungsschwach. Selbst ein Kompakt-Klimagerät der Effizienzklasse A benötige durchschnittlich 460 Kilowattstunden in den heißen Wochen, koste den Verbraucher damit rund 100 Euro im Jahr und belaste das Klima mit 287 Kilogramm CO2. Auch Kompaktgeräte mit dem doppelten jährlichen Stromverbrauch seien keine Seltenheit, so die Experten. Hinzu käme, dass Kompressor und Lüfter Betriebsgeräusche von bis zu 60 Dezibel entwickeln. Das sei so laut wie ein Rasenmäher in zehn Metern Entfernung.

Die Kampagne “energieeffizienz – jetzt!” der führenden Umweltverbände fordert daher, dass diese Klimageräte aus den Regalen von Bau- und Elektromärkten verschwinden – durch zukunftsorientierte Effizienzmindeststandards der EU.

Worauf sollten Verbraucher beim Kauf von Raumklimageräten achten?

Verbraucher sollten Klimageräte nur von Fachbetrieben und nach eingehender Energieberatung installieren lassen, wenn zwingend Bedarf bestehe. Klimafreundlicher und billiger seien in der Regel das bewährte Lüften und Schatten spendende Gardinen und Rollos. “Die etwa 25 Hitzetage in Deutschland im Jahr können auch ohne Klimageräte durch geeignete Vorsichtsmaßnahmen überstanden werden”, betont der Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Helmut Röscheisen gegenüber der Presse.

Klimawandel schafft sich seinen eigenen Stromverbrauch

Wer seine Räume unbedingt mit Strom kühlen will, sollte ein so genanntes Split-Gerät von einem ausgebildeten Fachhandwerker installieren lassen. Split-Geräte bestehen aus zwei Elementen, die innerhalb und außerhalb des Gebäudes angebracht werden. Aber auch ein Split-Gerät der Effizienzklasse A braucht 540 Kilowattstunden pro Jahr und verursacht damit 337 Kilogramm CO2. Mit steigenden Temperaturen und zunehmender Verbreitung von Klimageräten, schaffe sich der Klimawandel seinen eigenen Stromverbrauch, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Das Klima leide unter dieser Entwicklung sogar doppelt: Die Apparate enthielten häufig die extrem klimaschädliche Chemikalie Tetrafluorethan (R134a), die insbesondere durch die oft unsachgemäße Installation und Wartung entweiche.

5 Kühle Tipps für heiße Tage


Das sind die Tipps der Kampagne “energieeffizienz – jetzt!” für Verbraucher:

1. Eine gute Gebäudedämmung und eine moderne Verglasung halten im Winter die Wärme drinnen und im Sommer draußen. Auch eine Fassadenbegrünung kann wohltuenden Schatten spenden. Langfristig sind solche Maßnahmen kostengünstiger als mobile Klimageräte und verbessern das Raumklima ohne zur globalen Klimaerwärmung beizutragen.

2. Ziehen Sie versteckten Wärmequellen den Stecker, zum Beispiel ungenutzten Kaffeemaschinen und Netzteilen sowie allen Geräten im Standby-Betrieb.

3. Die von der Sonne beschienenen Fenster mit Vorhängen, Jalousien, Markisen oder Rollos abschatten. In den heißen Stunden über Mittag die Fenster schließen, damit die heiße Luft nicht in die Räume drückt.

4. In den kühlen Stunden lüften: Morgens und nachts kräftig lüften und dafür sorgen, dass die warme Luft nach draußen strömt.

5. Ventilatoren sind besser als Klimageräte: Wenn die Luft doch mal dick wird, sorgen Stand- oder Deckenventilatoren für Erfrischung. Sie verbrauchen deutlich weniger Strom als ein Klimagerät.

Energieeffizienz: Das sollte der Verbraucher über mobile Raumklimageräte wissen
Christian Noll, Experte für Energieeffizienz vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), sagt: “In einem heißen Sommer verbraucht ein Klimagerät mehr Strom als ein Kühlschrank im ganzen Jahr. Mobile Klimageräte sollten wie andere ineffiziente Elektrogeräte nicht mehr in den Handel gelangen. Mit dem seit diesem Monat geltenden Verbot stromfressender Kühlschränke hat die EU einen Schritt in die richtige Richtung gemacht”.

Laut EU-Recht müssen Raumklimageräte demnach mit dem rot-gelb-grünen Effizienzlabel und der entsprechenden Effizienzklasse gekennzeichnet sein, die man auch von Kühlschrank & Co. kennt. Agnes Sauter, Leiterin Verbraucherschutz der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH): “Leider stellen wir noch heute, mehr als 10 Jahre nach Inkrafttreten der Kennzeichnungspflicht, große Defizite fest – viele Handelsunternehmen kennzeichnen schlecht bis gar nicht und die für den Vollzug der Verordnung verantwortlichen Behörden kontrollieren nur sehr lasch”. Die DUH führt seit einigen Jahren stichprobenartig bundesweite Kontrollen in verschiedenen Handelsunternehmen wie Bau- und Elektromärkten durch, um Verbrauchern zu ihrem Recht und der Umwelt und dem Klima zu effizienteren Geräten zu verhelfen.

Dr. Dietlinde Quack, Leiterin der Verbraucher-Informationskampagne EcoTopTen, sagt: “Bauliche Maßnahmen zur Außenabschattung und Wärmedämmung sowie die Nutzung von Nachtkühlung stellen die energieeffizienteste Wahl für den Schutz vor zu viel sommerlicher Hitze in Gebäuden dar. Wo das nicht möglich ist oder nicht ausreicht, empfiehlt sich die Fachberatung und ggf. die Wahl eines energieeffizienten Klimageräts.”

Dieter Brübach, Vorstandsmitglied beim Umweltverband der Wirtschaft B.A.U.M. e.V., sagt: “In Büros und Betrieben sind mobile Klimageräte umweltschädliche Kostentreiber. Hocheffiziente, zentral gesteuerte Klima- und Lüftungsanlagen, die von einem betrieblichen Energiemanager betreut werden, schützen das Welt- und Unternehmensklima. Bei Klimatechnik sollten sich Beschaffer wie bei allen Elektrogeräten an der Energie-Kennzeichnung orientieren. Darüber hinaus empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit Fachbetrieben, um richtig ausgelegte, effiziente Anlagen zu planen, installieren und warten zu lassen.”

Was ist die Kampagne “energieeffizienz – jetzt!”?

Um die langjährigen Erfahrungen und das gesammelte Wissen von Umweltschutzverbänden, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenzuführen, führen der Deutsche Naturschutzring (DNR), der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) mit dem Öko-Institut und dem Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M) die Kampagne energieeffizienz – jetzt! durch. Gemeinsam im Ziel, arbeiten die Kampagnenmitglieder unabhängig voneinander an der umwelt- und klimaschonenden Nutzung von Energie in Haushalten und Unternehmen und tragen so gemeinsam zur gesamtgesellschaftlichen Anstrengung für mehr Energieeffizienz bei.

Die Kampagne wird aus Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.

Nutzt den Tag!

Gepostet am 13.07.2010, 11:56
Tags: , , , , | Kategorie: Alltägliches Grünzeug
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