YaaCool-Bio.de http://www.yaacool-bio.de/ Die neuesten Artikel von YaaCool-Bio.de: Deutschlands unabhängiges Verbraucher-Informations-Portal für Bio, Umweltschutz und Nachhaltigkeit de-de Wed, 08 Sep 2010 20:46:14 +0200 Wed, 08 Sep 2010 20:46:14 +0200 Typo3 http://www.yaacool-bio.de/fileadmin/tpls/page/rss/yaacool_bio_de_logo_rss.jpg YaaCool-Bio.de http://www.yaacool-bio.de/ 120 85 Die neuesten Artikel von YaaCool-Bio.de: Deutschlands unabhängiges Verbraucher-Informations-Portal für Bio, Umweltschutz und Nachhaltigkeit Kunst und Ökologie Kunst ist immer Teil der Gesellschaft und repräsentiert aktuelle Strömungen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit in der zeitgenössischen Kunst aufgegriffen werden. Die meisten Künstler nehmen gesellschaftliche Strömungen und Schwingungen sensibler auf, als andere Menschen. Dazu beschäftigen sie sich naturgemäß viel mit den Materialien, aus denen sie ihre Kunstwerke schaffen. Dies könnte als Gründe dafür angeführt werden, dass viele Künstler sich mit dem Thema Umwelt und Nachhaltigkeit beschäftigen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf das Thema Ökologie in Kunstwerken hinzuweisen. Natürlich kann man Ökologie ganz plakativ als Thema in die Mitte des Kunstwerkes stellen. Kunst aus Müll So formt zum Besipiel der US-amerikanische Künstler Christopher Fennell seine Kunstwerke aus Müll. Die Werke erinnern den Betrachter daran, was für Müll alles auf der Straße rumliegt. Fennell erbaut architektonische Skelette aus weggeschmissenen Alltagsgegenständen. Ähnlich geht der deutsche Künstler HA Schult vor. Er hat ein ganzes "Schrottvolk" geschaffen, indem er rund 1.000 mannsgroße Figuren aus Dosen presste und sie auf eine Reise um die Welt schickte. Er fotografierte die "Trashpeople" vor dem Matterhorn, den Pyramiden von Kairo und auf der chinesischen Mauer. Der Kölner Künstler HA Schult will mit den Skulpturen auf das Müllproblem unserer Wohlstandsgesellschaft aufmerksam machen. Natur als Kunst Aber auch mit der Auswahl der Materialien kann man die Gedanken des Betrachters lenken. In diesem Kontext lässt sich zum Beispiel das Landschaftskunstwerk von Joseph Beuys sehen, der 1982 begonnen hat, für sein Kunstwerk "Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung" 7.000 Eichen in Kassel zu pflanzen. Beuys wollte die urbane Lebensqualität der Stadt verbessern und etwas Nachhaltiges schaffen. Nicht alle Bürger waren damals von dem Projekt begeistert. Es dauerte, bis die Bevölkerung die Bäume in ihr Herz geschlossen hatte, die heute dazu beitragen, dass Kassel als grüne Stadt wahrgenommen wird. Kunst als Lösung von Umweltproblemen 1983 lud die Stadt Hamburg verschiedene Künstler ein, um für den Wettbewerb "Stadt - Natur - Skulptur" ein Kunstwerk für eine städtische Fläche freier Wahl zu entwerfen. Beuys hatte für sein Projekt den Standort der umstrittenen Spülfelder in Hamburg-Altenwerder gewählt. Das ehemaliges Fischerdorf war nach einem Senatsbeschluss von 1973 zwangsentsiedelt und abgerissen worden. Ab 1979 wurde der südliche Teil davon für die Ablagerung ausgebaggerten Elbschlicks genutzt, der durch Kadium, Blei und Quecksilber verseucht war. Beuys wollte ein "ökologisches Gesamtkunstwerk" errichten und durch Weiden und Pappeln das Absickern von Industriegift ins Grundwasser verhindern. Er bekam zwar den Zuschlag, allerdings wurde das Projekt durch ein Veto des damaligen Bürgermeisters Klaus von Dohnanyi im Juli 1984 gestoppt und nicht realisiert. Ausstelllungen zum Thema Umwelt und Klimaschutz Neben einzelnen Künstlern, die sich in ihren Kunstwerken mit den Problemen der Umweltverschmutzung auseinandersetzen, gibt es verstärkt auch Sammelausstellungen, die sich dieses Themas übergreifend annehmen. Momentan ist in dem Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe die Ausstellung "Klimakapseln. Überlebensbedingungen in der Katastrophe" zu sehen. Dort wird ein Ausblick auf das Leben mit dem Klimawandel und die Auswirkungen auf Design und Formgebung gegeben und es werden aktuelle klimabezogene Modelle und Strategien aus Design, Kunst, Architektur und Städtebau dargestellt. In dem Text zu der Ausstellung heißt es: "Der Wandel scheint unabwendbar, da die Politik zögert, verbindliche Maßnahmen für den Klimaschutz zu ergreifen, und die Bürger nur schwer zur Änderung ihres Verhaltens zu bewegen sind. So ist die Weltgemeinschaft aufgefordert, sich mit den Möglichkeiten der Anpassung an den Klimawandel auseinanderzusetzen." Gezeigt werden Filme von Menschen, die unter Sauerstoffzelten schlafen und Modelle von Raumanzügen, welche den Menschen auch erlauben, sich bei extremen Temperaturen und Sauerstoffmangel frei zu bewegen. Den Betrachter regen diese Werke unausweichlich zum Nachdenken über den Klimawandel an. Das Kunstmeuseum Wolfsburg zeigt gerade eine Ausstellung über Rudolf Steiner. Der österreichischer Philosoph war mit seiner anthroposophischen Weltanschauung eine wichtige Inspiration für viele Künstler. Kunst und Ökologie waren früher Gegensätze Dass Kunst und Ökologie zusammenhängende Interessen sein können, war nicht immer selbstverständlich. Mitte der 1980er-Jahre war die Beziehung zwischen Kunsttheoretikern und Ökologen sehr schwierig. Der Grund war ein oft reaktionäres Kunstverständnis der Ökologiebewegung. Doch inzwischen ist es unumstritten, dass sich Künstler jenseits ideologischer Vereinnahmung mit Umweltfragen und der Natur auseinandersetzen und oft eine wichtige Aufklärungsfunktion übernehmen. Wed, 08 Sep 2010 09:16:00 +0200 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2598 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2598 Die Bundesliga wird grün: Green Goal Fußball ist der beliebteste deutsche Sport. Gerade hat die 48. Saison der deutschen Fußball-Bundesliga begonnen und wieder dreht sich alles um die Meisterschaft. Doch was tun die Vereine eigentlich für die Umwelt? Es wird auf Rasen gespielt mit einem Lederball. So weit, so gut. Wird der Rasen beheizt, steht es allerdings schon wieder schlechter um die Ökobilanz des Clubs. Der Deutsche Fußball Bund (DFB) ist sehr bemüht, das Thema Umweltschutz allen deutschen Fußballvereinen nahe zu legen. Bei der Weltmeisterschaft 2006 wurde auf das Thema Umweltschutz viel Wert gelegt. Der deutsche Bundestrainer Joachim Löw erklärt: "Dass Umwelt und Fußball Hand in Hand gehen können, haben wir bei der WM 2006 gezeigt. Wir hatten in Deutschland die erste Weltmeisterschaft mit einem Umweltkonzept." Bei der Umweltkampagne "Green Goal" wurden die Getränke in allen WM-Stadien aus Pfandbechern ausgegeben, außerdem gab es ein Mülltrennungssystem für die Abfälle und sehr gute öffentliche Verkehrsanbindung für die Besucher. Weitere Bestandteile des Projekts waren die Reduzierung des Energieverbrauchs der Stadien und der sparsame Umgang mit dem Wasser. Der Öko-Leitfaden des DFB Die Ideen von "Green Goal" sollen jetzt auch in der deutschen Bundesliga umgesetzt werden. Zur Durchführung hat der DFB einen Öko-Leitfaden entwickelt, der zeigen soll, wie Fußballvereine ihre Sportstätten ökologisch sanieren und effizient betreiben können. Aufgeteilt ist der Öko-Leitfaden in die Bereiche Wärme, Dämmung, Strom, Wasser, Abfall, Verkehr und Umweltmanagement. Die Tipps reichen von kleinen Veränderungen wie die Benutzung von Energiesparlampen bis zu großen Wassersparkonzepten. Eine Million Liter Wasser pro Wochenende Im Rahmen eines Fußballspiels fließen enorme Wassermengen durch die Leitungen einer Fußball-Arena. Der gesamte Wasserbedarf der deutschen Stadien während der letzten Bundesliga-Saison betrug insgesamt circa 33 Millionen Liter. So wird allein an einem Bundesliga-Wochenende mit einem durchschnittlichen Gesamtbesuch von rund 380.000 Zuschauern in den neun Stadien knapp eine Million Liter Wasser verbraucht. Hier ist ein großes Einsparpotenzial. Eine Möglichkeit dazu ist die Verwendung moderner Spülsysteme sowie die Nutzung von Regen- und Grauwasser. Vor allem das aus gering verschmutztem Abwasser (Grauwasser) gewonnene Brauchwasser wird in den Sanitärräumen moderner Fußball-Arenen inzwischen immer häufiger verwendet: Eine nachhaltige und umweltfreundliche Alternative, durch die der Club viel Geld sparen kann. Kleine Vereine sind auch gefordert Doch auch die kleinen Vereine können etwas für eine positive Ökobilanz tun. Der DFB unterstützt sie dabei. So wurde neben einem Öko-Leitfaden auch ein Öko-Check eingeführt. Dabei wird überprüft, wo sich im Verein noch Abläufe optimieren lassen. So stellt auch Dr. Theo Zwanziger, der DFB-Präsident, klar: "Für viele Fans sind Fußballer nicht nur Spitzensportler, sondern persönliche Vorbilder. Damit hat der Fußball eine gesellschaftliche Verantwortung. Der müssen wir gerecht werden. Zum Beispiel, indem wir Umweltschutz und Öko-Check bei den 26.000 Vereinen unter dem Dach des DFB fördern und unterstützen." In Hessen haben sich bis heute schon rund 1.500 Sportvereine beraten lassen, davon rund 600 Fußballvereine. Ein großer Erfolg für den DFB und den Umweltschutz. Mon, 06 Sep 2010 19:11:00 +0200 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2594 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2594 September 2010: Geld für Müll – Recycling leerer Tintenpatronen & Co. Hamburg Leere Tintenpatronen und Tonerkartuschen für Kopiergeräte, Fax oder Drucker landen in vielen Haushalten im Müll. Dadurch werden nicht nur große Mengen Abfall produziert, sondern auch wertvolle Rohstoffe verschwendet. Die Geld für Müll GmbH (GfM), eines der größten Recycling-Unternehmen für leere Tintenpatronen in Deutschland, nimmt Verbrauchern leere Patronen und Kartuschen ab und bereitet diese zur Wiederverwendung auf. Auf diese Weise werden Ressourcen gespart, Abfälle vermieden und Verbraucher profitieren vom Leerguterlös – daher kürt YaaCool die Geld für Müll GmbH zum "Dienstleister des Monats"! Patronen und Tonerkartuschen wandern meist in den Müll In immer mehr Haushalten sind Geräte wie Fax, Drucker oder Kopierer längst selbstverständlich. Diese verschlingen nicht nur Energie, sondern auch Tinte und Druckerfarbe: Dem Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) zufolge sollen pro Jahr in Deutschland etwa 8 Millionen Tonerkartuschen und 55 Millionen Tintenpatronen verkauft werden. Ein großer Teil von ihnen landet nach Gebrauch leider immer noch im Müll: Jährlich sollen die Deutschen mehr als 44 Millionen Tonerkartuschen wegwerfen – dabei enthalten diese wertvolle Rohstoffe und können beinahe vollständig wiederverwendet werden. Hinzu kommt, dass auf diese Weise immer neue Patronen und Tonerkartuschen hergestellt werden müssen. Die Produktion einer einzigen neuen Tonerkartusche kann der Geld für Müll GmbH zufolge bis zu drei Liter Rohöl verschlingen. Gerade angesichts der knappen Ressourcen ist es wichtig, weniger verschwenderisch mit den nicht nachwachsenden Rohstoffen wie Erdöl & Co. umzugehen. Experten gehen nach heutigem Stand der Technik und des Wissens davon aus, dass die weltweiten Erdölreserven unseren Bedarf nur noch etwa 50 Jahre lang decken können. Geld für Müll: Recycling von Patronen und Tonerkartuschen Auch die Politik hat die Notwendigkeit, Ressourcen zu sparen, zumindest theoretisch erkannt und in Form von Gesetzen festgeschrieben: Seit 1996 fördern das Abfallgesetz (AbfG) sowie das Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft (KrWG) die Wiederverwendung von gebrauchten Produkten: Produkte, die in den Müll wandern, sollen nach Möglichkeit so aufbereitet werden, dass sie zu einem großen Teil wiederverwendet werden können und kaum neuer Abfall entsteht. Laut der Geld für Müll GmbH eignen sich Patronen und Tonerkartuschen besonders gut für die Kreislaufwirtschaft, da ganze 90 Prozent der Bauteile weiterverwendet werden können. "Wenn wir das Leergut wieder aufbereiten, tragen wir damit langfristig den Müllberg ab und schonen wichtige, nicht nachwachsende Ressourcen wie Öl, Kupfer oder Zink", so Ingo Wegner, Geschäftsführer der Geld für Müll GmbH, in einer Pressemitteilung. Die 1998 gegründete GmbH entdeckte die Marktlücke und entwickelte sich zu einem der größten Recycling-Unternehmen für Tonerkartuschen und Tintenpatronen in Deutschland. Ganze 17.000 Leergutlieferanten – von Privatpersonen bis hin zu international tätigen Firmen – liefern ihre Leergutmodule an die Geld für Müll GmbH und erhalten im Gegenzug einen Verwertungserlös, der für Tonerkartuschen bis zu 20 Euro betragen kann. Unter der Marke "Highlife" verkauft die Geld für Müll GmbH zudem seit 2003 wiederaufbereitete Tonerkartuschen sowie wiederbefüllte Druckerpatronen. Im Jahr 2009 konnte das Unternehmen mit Sitz im bayerischen Hilpoltstein ganze 371.974 Kilogramm leere Tintenpatronen, Druckerpatronen und Tonerkartuschen der Wiederaufbereitung zuführen. Verbraucher erhielten für ihre Lieferung insgesamt rund 1.009.474 Euro. So funktioniert das Recycling Gebrauchte Tonerkartuschen können beinahe vollständig wiederverwendet werden. Dazu werden sie zunächst geöffnet, um Verschleißteile wie Zahnräder, Fotoleitertrommeln oder Toner-Abstreifer zu entfernen. Diese Teile werden anschließend recycelt und können für neue Produkte verwendet werden. Der Resttoner (Farbstoff) wird dagegen abgesaugt und muss als Sondermüll verbrannt werden. Das Gehäuse der Kartusche kann als solches wiederverwendet werden: Nach der Reinigung werden die entfernten Komponenten durch qualitativ hochwertige Teile ersetzt. Nach einem anschließenden Leistungstest kann die Tonerkartusche wieder in den Handel und zum Verbraucher gelangen. So geht’s! Verbraucher, die leere Druckerpatronen oder Tonerkartuschen der Wiederverwendung zuführen möchten, können diese der Geld für Müll GmbH zusenden und erhalten laut Unternehmen innerhalb von sieben Werktagen ihre Vergütung. Diese können Sie entweder annehmen oder für einen guten Zweck spenden. Eine genaue Anleitung finden Sie auf der Internetseite der Geld für Müll GmbH (siehe Link unten). Nicht alle leeren Patronen und Toner können recycelt werden, da dies technisch nicht immer machbar ist und die Nachfrage nach den wiederaufbereiteten Modellen nicht immer besteht. Sie müssen stattdessen umweltgerecht entsorgt werden. Für nicht wiederverwendbare Tonerkartuschen zahlen Verbraucher einen Entsorgungspreis von 1,50 Euro pro Kilogramm. Sat, 04 Sep 2010 12:13:00 +0200 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2596 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2596 Trend des Monats: Bio-Fastfood auf dem Vormarsch Immer mehr Menschen möchten sich auch im Alltag gesund ernähren. Da die meisten Angestellten aber eine zeitlich begrenzte Mittagspause haben, ist es wichtig, dass das Essen schnell geht. So geht auch in Deutschland der Trend langsam aber sicher zum Bio-Fastfood. Der US-Filmemacher Morgan Spurlock hat im Jahr 2004 mit seinem drastischen Ess-Experiment "Super Size Me" zu einem Umdenken bei vielen Fastfood-Fans gesorgt. Einen Monat lang ernährte sich Spurlock nur von Fastfood mit erschreckenden Folgen. Er hatte nach 30 Tagen 11 Kilogramm zugenommen. Spätestens nach dem Film fingen viele Verbraucher an, darüber nachzudenken, was Sie täglich konsumieren. Seitdem haben auch viele Fastfood-Ketten ihre Strategie geändert. Weg von "Mehr Fleisch, alles noch größer" zu "Gesund und Lecker". Ist McDonalds wirklich Bio? Eine der größten Fastfood-Ketten macht es vor: McDonalds setzt auf Bio. Der riesige Konzern hat neben Burgern schon länger auch gesunde Salate und Wraps auf dem Speiseplan, um sie den gesundheitsbewussten Verbrauchern anzubieten. Neu hinzu kommen jetzt Lebensmittel aus ökologisch korrektem Anbau. Zum einen wirbt McDonalds damit, dass die Produkte aus der Region kommen und von auserwählten Konsumenten besucht werden, die sich von der Qualität überzeugen können. Zum anderen wirbt McDonalds mit ökologisch und fair gehandeltem Kaffee. Garantiert wird dies durch das Zertifikat der Rainforest Alliance (RA), was allerdings in Fachkreisen umstritten ist. "Das steht weder für Bio noch für faires Wirtschaften", sagt Claudia Brück von Transfair. Kritisiert wird, dass die industrienahe Rainforest Alliance sich nicht an international ausgehandelte Kriterien halte, sondern eigene aufstelle, die nicht transparent seien. So garantier RA angeblich seinen Kaffeebauern keine Mindestlöhne oder Mindestabnahmepreise. Kritik von Foodwatch Die Verbraucherorganisation Foodwatch führt noch weitere Kritikpunkte gegen den Fastfood-Riesen an. Foodwatch-Sprecher Andreas Eickelkamp sagt: "Die haben sich nicht der Gesundheit verschrieben. So wird beispielsweise immer noch kein gentechnikfreies Futter für die Rinder benutzt, aus denen die Burger hergestellt werden." Dabei würde die gentechnikfreie Herstellung gerade mal ein bis zwei Cent mehr kosten. McDonalds argumentiert, dass es nicht genügend gentechnikfreies Futter auf dem Markt gebe, um den Bedarf zu decken. Ein Argument, welches Foodwatch schon widerlegt hat. Müllberge belasten die Umwelt Ein weiterer Minuspunkt bei McDonalds ist die Verpackung des Essens. Laut des letzten Umweltberichts von McDonalds bestehen derzeit nur etwa 30 Prozent der Verpackung aus recyceltem Material. Da McDonalds pro Jahr mehr als zwei Milliarden Burger verkauft, was einer Ausgabe von 75 Burgern pro Sekunde weltweit entspricht, gibt es da noch einiges Potenzial zur Müllvermeidung. Bio-Fastfood Eine der ersten landesweiten Bio-Fastfood-Ketten ist "Pick-A-Pea". Dort gibt es Petersilienwurzelsuppe oder Pommes Frites in Rapsöl frittiert. Sehr beliebt bei gesundheitsbewussten Verbrauchern ist auch das "WakuWaku", ein Bio-Wok-Spezialist in Hamburg. Dort gibt es leckere Thai-Currys , italienische Pasta , japanische Teriyakis oder indische Tandooris, die innerhalb von drei Minuten zubereitet werden. Das Konzept ist so erfolgreich, dass eine Ausweitung geplant ist. Sehr empfehlenswert: der Bioladen um die Ecke Neben den großen Ketten gibt es immer mehr kleinere Einzelhändler, die Bioqualität zum guten Preis anbieten. Gerade in Großstädten ist dieser Trend sehr im Kommen. Dort kann sich der Verbraucher leicht von der Qualität der Produkte überzeugen und häufig auch spezielle Wünsche (zum Beispiel vegane Ernährung) anbringen. Thu, 02 Sep 2010 11:08:00 +0200 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2590 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2590 "Öko-Test" im Kreuzfeuer der Kritik Die Zeitschrift "Öko-Test" gerät immer mehr in die Kritik. Wir erklären, welche Punkte dabei besonders diskutiert werden. Fast zwei Millionen Deutsche lesen nach Verlagsangaben die Zeitschrift "Öko-Test". Für viele von ihnen gilt das Magazin als unbestechliche Instanz, die Mängel bei Produkten klar aufzeigt. Durch ihre Tests bietet die Zeitschrift oft große Hilfe bei Kaufentscheidungen. Auch die Industrie hat die Relevanz von "Öko-Test" erkannt und schmückt ihre Produkte gerne mit dem Testsiegel des Magazins. Laut einer Umfrage von 2009 kennen 81 Prozent der Deutschen das "Öko-Test"-Siegel. In der mittlerweile bald 30 Jahre währenden Erfolgsgeschichte dieser Zeitschrift wurde jedoch auch immer wieder Kritik laut. Insbesondere in den letzten Jahren häuften sich unzufriedene Stimmen, die "Öko-Test" die verschiedensten Versäumnisse vorwarfen. Für die Zeitschrift könnte dies zum großen Problem werden, denn Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit sind ihr Kapital. In unserem Artikel bieten wir eine – sicher unvollständige – Übersicht der Kritikpunkte, die in den letzten Jahren an "Öko-Test" herangetragen wurden. Das Grundproblem: falsche Erwartungen, enttäuschte Verbraucher Bei der Vielzahl an Kontroversen rund um "Öko-Test" fällt auf, dass es in vielen Fällen um die Testkriterien der Zeitschrift und falsche Erwartungshaltungen geht. Immer wieder gerät "Öko-Test" in die Kritik, weil Produkte zwar mit dem "Öko-Test"-Siegel ausgezeichnet wurden, jedoch gravierende Mängel aufweisen. Hierbei wird außer acht gelassen, dass die von "Öko-Test" angelegten Bewertungsmaßstäbe sich oft auf einzelne Bereiche beschränken und keine Gesamtbewertung des Produktes zulassen. Das "Öko-Test"-Siegel steht dann also nicht immer für ein rundum empfehlenswertes Produkt, sondern könnte auch zum Beispiel einfach nur ein Beleg dafür sein, dass dieses Produkt gesundheitlich unbedenklich und frei von Schadstoffen ist. Das "Öko-Test"-Siegel ist kein Bio-Siegel Das Wort "Öko" weckt bei vielen umwelt- und gesundheitsbewussten Menschen sehr positive Assoziationen. Manche Konsumenten gehen davon aus, dass das "Öko-Test"-Siegel so wie das staatliche deutsche Bio-Siegel nur an Produkte aus ökologischer Erzeugung verliehen wird. Dies ist jedoch nicht der Fall. Die Zeitschrift "Natur+Kosmos" kritisierte konkret, dass in einem Test Wurst aus herkömmlicher Produktion eine gute Bewertung bekam. Laut Patrick Junker, Verlagsgeschäftsführer der Öko-Test Verlag GmbH, gibt es auch einen Grund dafür, dass das Siegel nicht für ökologischen Anbau und vergleichbare Produktionsverhältnisse steht: Ob ein Produkt wirklich "Bio" ist, lässt sich nicht im Labor ermitteln. Stattdessen müsse man sich auf Herstellerangaben verlassen. Vernachlässigung des Themas Nachhaltigkeit Nach Ansicht mancher Kritik wird das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit von "Öko-Test" nicht genügend bedacht. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zitiert Felix Prinz zu Löwenstein, den Vorsitzenden des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft, wie folgt: "Dabei blenden die Tests die Frage der Herstellung völlig aus, die Produktionsbedingungen, Fragen der Tierhaltung oder des Naturschutzes werden schlicht ignoriert". Zu strenge Testkriterien Auch weil im "Öko-Test"-Magazin die Bewertungskriterien aufgeschlüsselt sind, kommt es immer wieder zu Kritik durch die Industrie aufgrund zu strenger Maßstäbe. In der Tat legt "Öko-Test" mitunter Maßstäbe an, die strenger sind als die des deutschen Gesetzgebers. Dies wird zum Beispiel begründet durch Mängel in der Gesetzgebung. Auch eher ungesunde Produkte werden ausgezeichnet Im März 2009 kritisierte unter anderem die Organisation Foodwatch, dass das Joghurtgetränk Actimel von "Öko-Test" in der Januar-Ausgabe 2009 mit "Gut" bewertet wurde. Der Hintergrund: Actimel soll laut Hersteller Danone die Abwehrkräfte des Konsumenten stärken. Dies wird in Fernsehspots und Printwerbung als "Unique Selling Point", also in den Vordergrund gerücktes Alleinstellungsmerkmal des Produktes genannt. Nach Angaben von Foodwatch erledige aber jeder herkömmliche Naturjoghurt diese Funktion genau so gut oder schlecht wie Actimel, würde jedoch nur ein Viertel des Preises dieses Produktes kosten und vor allen Dingen nur halb so viel Zucker enthalten. Danone integrierte das "Öko-Test"-Siegel in seine Werbekampagne. Nach Ansicht von Foodwatch unterstütze "Öko-Test" somit den Verkauf von eher ungesunden Produkten. Matthias Wolfschmidt, Kampagnenleiter und gleichzeitig Vize-Geschäftsführer von Foodwatch, sprach im Nachrichtenmagazin "Focus" gar von einer Irreführung des Verbrauchers. "Öko-Test" vs. SeCurvita Seit mehreren Jahren herrscht zwischen "Öko-Test" und der Hamburger Krankenkasse Securvita ein äußerst angespanntes Verhältnis. Streitpunkt sind in erster Linie Berichte in der Unternehmenspublikation "Securvital", in denen "Öko-Test" sowie einzelne Tests des Magazins kritisiert wurden. Beispielsweise bemängelte "Securvital", dass in einem "Öko-Test"-Bericht über Neurodermitis-Cremes für Kinder Cremes empfohlen wurden, die unter Krebsverdacht stünden. In Folge dieses und anderer Konflikten kam es zu einer Reihe von Gerichtsverhandlungen. "Öko-Test" und der Presserat Der Deutsche Presserat, eine Organisation verschiedener Verbände von Journalisten und Verlegern, hat das "Öko-Test"-Magazin mehrmals kritisiert. Beispielsweise zitierte "Öko-Test" in einem Artikel über Energiesparlampen (enthalten in Heft 10/2008) einen "Lichtkenner" mit den Worten "Das ist kein Licht, das ist Dreck." Der Presserat bemängelte, dass die Zeitschrift weder den Namen des Zitierten noch seinen beruflichen Hintergrund nannte. Tue, 31 Aug 2010 12:51:00 +0200 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2586 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2586 Grüne Jeans: Welche Jeans ist wirklich bio? Jeans sind das beliebteste Kleidungsstück der heutigen Zeit. Jeder hat mindestens zwei Paar davon in seinem Kleiderschrank. Doch gibt es Jeans auch in ökologischer Variante? Ja! YaaCool verrät Ihnen, worauf Sie beim Kauf einer Bio-Jeans achten sollten. Früher gab es die 501 von Levis und die trug jeder. Inzwischen gibt es so viele verschiedene Marken und Schnitte, dass es schwer fällt, das passende Modell auszuwählen. Ein gutes Kriterium für die Auswahl der neuen Lieblingsjeans ist, wie die Jeans produziert wurde. Immer mehr Hersteller setzen sich mit den Wunsch der Kunden nach ökologischen Textilien auseinander und stellen Jeans aus Bio-Baumwolle her. Gerade modische Jeans sind ein ökologisches Problem Zum einen legt eine Jeans wegen der häufig weltweiten Arbeitsteilung - vom Anbau der Baumwolle bis hin zum fertigen Kleidungsstück - Tausende von Kilometern zurück. Die "Kampagne für Saubere Kleidung" errechnete einen durchschnittlichen Weg von 19.000 Kilometern vom Rohstoffanbau bis zur Entsorgung als Kleiderspende nach Afrika für eine Jeans. Zum anderen steht bei Jeans die Verarbeitung in der Kritik: Insbesondere die trendigen Stone-wash- beziehungsweise Moon-wash-Jeans bekommen ihren angesagten Used-Look erst durch das Waschen mit Steinen und Bleichmitteln. Dabei wird sehr viel Wasser verbraucht und das Abwasser nachhaltig verschmutzt. Einfarbige Jeans ohne ausgebleichte Stellen sind also generell umweltfreundlicher als gebleichte Exemplare. Gesundheitlich betrachtet sind alle Jeans ungefährlich Früher gab es das Vorurteil, dass Jeans wegen ihrer intensiven Farbe gesundheitsschädlich seien. Auch sollten die Knöpfe Allergien auslösen. Die Zeitschrift "Öko-Test" hat 18 Jeansmodelle der verschiedensten Marken getestet. Die Marke "7 for all Mankind" war genauso beim Test dabei wie die Jeanslinie von "C&A" oder das Öko-Model von "Hess-Nature". Das Ergebnis war, dass alle Jeansmodelle in Ordnung sind. Insgesamt vier Modelle erhielten das Prädikat "sehr gut", elf Modelle wurden mit "gut" bewertet und nur drei erhielten die Note "befriedigend". Aus keinen der Knöpfe und Reißverschlüsse löste sich Nickel, welches Allergien hervorruft, und es wurde auch in keiner Jeans das krebsverdächtige aromatische Amine entdeckt. Jeans kann man also, egal ob öko oder nicht, unbedenklich tragen. Verschiedene Öko-Jeans Wer dennoch etwas für sein grünes Gewissen tun möchte, hat die große Auswahl zwischen modischen Jeans, die ökologisch korrekt hergestellt werden. Der Hersteller der "Levis" war einer der ersten großen seiner Branche, der eine eigene Ökolinie auf den Markt brachte. Bei der "Levis ECO Jeans" wird laut Angaben des Herstellers bei der Produktion auf ökologische Gesichtspunkte geachtet, wobei im Vordergrund die Verwendung nachhaltiger umweltverträglicher Werkstoffe sowie eine ökologisch vertretbare Produktion steht. Alle verwendeten Materialien werden in Europa hergestellt und es wird versucht, dass der Weg zu den Produktionsstätten in Ungarn möglichst kurz gehalten wird. Außerdem werden bei der Herstellung statt Chemikalien unter anderem natürliches Indigo, Marseilleseife und Kartoffelstärke verwendet. Dafür wurde "Levis" mit dem "EKO Sustainable Textile"-Gütezeichen ausgezeichnet, welches nur nach Erfüllen bestimmter Auflagen verliehen wird. Das Model "Organics" von "Wrangler" ist zu 100 Prozent aus organische, zertifizierte Baumwolle und wird laut Hersteller mit einem höheren Gehalt an Indigo gefärbt. Dadurch wird auch ohne Chemie und Synthetik eine starke Farbintensität erreicht. Wer nicht so viel Geld für seine Bio-Jeans ausgeben möchte, wird bei "C&A" fündig. Dort gibt es ebenfalls Jeans aus Bio-Baumwolle. Über den Handel und die Transportwege erfährt man beim Kauf allerdings nichts (siehe Tipp unten). Ein Jeanslabel für Trendsetter ist das New Yorker Öko-Label "Loomstate". Loomstate-Jeans bestehen zu 100 Prozent aus biologischer Baumwolle und werden unter sozial- und umweltverträglichen Bedingungen hergestellt. Dafür werden angeblich alle Produktionsstufen, vom Designprozess im New Yorker Studio über die Stofffabrik bis zu den Schneidereien, überwacht. Klimaneutrale Jeans - bald in Deutschland Ein deutscher Jeanshersteller will die erste klimaneutrale Jeans vertreiben. Die Marke "Fifty Five" aus Nordrhein-Westfalen will demnächst eine klassische Five-Pocket-Jeans vertreiben, bei der die Baumwolle in Mitteleuropa verarbeitet wird und sämtliche Fertigungsschritte in Deutschland durchgeführt werden. Allerdings gibt es noch keine weiteren Informationen, wo und wie Klimagase – etwa Kohlendioxid – reduziert und kompensiert werden. Ein lobenswerter Ansatz ist es aber auf jeden Fall. YaaCool-Tipp: Bedenken sollte jeder, dass eine Öko-Jeans nicht nur aus dem Jeansstoff an sich besteht. Auch Knöpfe, Labels und Verzierungen, Fäden zum Nähen und Farbe zum Färben sowie Steine oder teilweise Chemikalien für die Vorwaschungen schlagen auf der Ökobilanz einer Jeans zu Buche. Weitere Posten sind wie erwähnt Transportwege und Arbeitsbedingungen der Näherinnen. Deshalb ist nicht jede als Ökojeans deklarierte Jeans auch wirklich zu 100 Prozent ökologisch korrekt. Die Verwendung von Bio-Baumwolle ist ein erster Schritt in die richtige Richtung - nicht mehr und nicht weniger. Sun, 29 Aug 2010 09:11:00 +0200 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2580 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2580 Zum Schulanfang: Gesundes Pausenbrot für alle aus der Bio-Brotbox Viele Kinder nehmen gar kein oder nur ein ungesundes Pausenbrot mit in die Schule, sagen Statistiken. Das nimmt die Initiative Bio-Brotbox alljährlich zum Anlass, Erstklässlern zur Einschulung eine wiederverwendbare Frühstücks-Dose mit Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft zu überreichen. Mehr als nur ein Tropfen auf den heißen Stein. YaaCools "Initiative des Monats". Die tägliche Frühstücksrealität Aktuelle Studien belegen: Nur knapp ein Drittel aller Eltern (36 Prozent) achtet auf tägliches Obst oder Gemüse im Schulgepäck. Noch schlechter schneiden demnach Vollkornprodukte ab, die lediglich von rund einem Viertel (26 Prozent) aller Teilnehmer beim Pausenbrot berücksichtigt werden. Dabei spielen gerade Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte aufgrund ihres Vitamin- und Mineralstoffgehaltes die Hauptrolle bei einem vorbildlichen Schulbrot. Prof. Dr. Dr. Karlheinz Schmidt, Vorstandsvorsitzender der IPO (International Prevention Organization) und wissenschaftlicher Beirat der Initiative "Zukunft Ernährung" (Link unten), bestätigt die Bedeutung gesunder Schulernährung: "Das Pausenbrot ist für den Lernerfolg und die Konzentration in der Schule sehr wichtig. Frühstück und Pausenbrot sollten ein Drittel des Tagesbedarf an Nährstoffen liefern." Und weiter: "Da Kinder im Wachstum sind, sich viel bewegen und im Vergleich zu Erwachsenen nur geringe Nährstoffreserven haben, ist ihr Energiebedarf hoch." Das Projekt Bio-Brotbox Das Projekt Bio-Brotbox wurde 2002 von der damaligen Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, ins Leben gerufen. Die Organisatoren der ersten Stunde waren: Bio-Großhandels-Geschäftsführer Meinrad Schmitt (Terra Naturkost), Gisela Lücke (Vitalia Reformhäuser), Dr. Burkhardt Sonnenstuhl (Projektagentur Berlin) und Joachim Weckmann (Märkisches Landbrot GmbH). Es wurden nach eigenen Angaben der Initiative 23.000 Bio-Brotboxen verteilt. Seit 2009 finden die Aktionen auch in Österreich statt. 41 Initiativen in 14 von 16 Bundesländern hierzulande und in Österreich haben zusammen etwa 166.500 der gelben Dosen verteilt. Bio-Brotbox: Die Ziele und Unterstützer Zahlreiche Unternehmen der Naturkostbranche und anderer Wirtschaftszweige zeigen mit ihrer Teilnahme an Bio-Brotbox-Aktionen in ihrer Region soziales Engagement und setzen sich dafür ein, möglichst vielen Menschen Informationen zu bewusster Ernährung zu vermitteln. In zahlreichen Städten und Regionen Deutschlands setzen sich Bio-Brotbox-Initiativen für die gemeinsamen Ziele ein: Jedes Kind soll täglich frühstücken können. Das Frühstück soll gesund sein. Kinder sollen den Wert einer gesunden Ernährung schätzen lernen. Fri, 27 Aug 2010 00:01:00 +0200 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2068 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2068 TV-Koch Andreas C. Studer im Interview mit YaaCool Hamburg. Den Schweizer Koch Andreas C. Studer kennt hierzulande fast jeder aus dem Fernsehen: Er kochte und kocht unter anderem bei "Kerner kocht", "Lanz kocht" (beide ZDF) und in der "Kocharena" (VOX). Die "Küchenschlacht" (ZDF) beurteilte er als Juror. Im großen Interview mit YaaCool Bio plaudert der fröhliche Küchenmeister über die Leichtigkeit seiner Küche, sowohl was die Zubereitung als auch die Speisen selbst betrifft, über seine praktische und stromsparende! Erfindung - den Küchenhelfer StudiMagic - und er verrät ein Rezept für ein schnelles Salatdressing. Außerdem gibt er grüne Tipps, die es zwischen Kühlschrank und Herd zu beherzigen gilt. YaaCool: Andreas C. Studer, Ihr Küchen-Motto lautet "Happy Cooking". Was bedeutet das in "Küchendeutsch"? Andreas C. Studer, TV-Koch: Wer kochen will, muss fröhlich sein. Nur wer wirklich entspannt ist, dem gelingen die kleinen kulinarischen Freuden mühelos. Ich will, dass meine Gäste schon beim Anblick der Zutaten fröhlich gestimmt sind. Schon der Duft und die Farbe von Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch sollen die Vorfreude auf den Genuss wecken. Umfasst die "Leichtigkeit" Ihres Konzepts sowohl die Zubereitung als auch die Speisen selbst? Andreas C. Studer: Das Einfache ist immer das Beste. Schon bei der Auswahl der Zutaten schaue ich richtig hin. Bei mir kommen nur frische Zutaten unter das Messer. Leichtigkeit steht bei mir für die Art der Zubereitung. Gern gebe ich Tipps für kreative Kombinationen und Tricks für die Zubereitung. Die verrate ich in der Geschmacksakademie von Toppits. Kurze Garzeiten und Dämpfen im eigenen Saft - das verwöhnt den Gaumen und schont die Vitalstoffe. Auch ein gutes Olivenöl oder ein Esslöffel Crème Fraîche können einem Gericht einen ganz besonderen Touch verleihen. Eine TV-Küche bietet dem Zuschauer stets alle Zutaten in bester zumindest Bildqualität und darüber hinaus Unmengen mehr oder weniger designter Kochgeschirre. Wenn Sie eine leere Küche ausrüsten müssten, was gehört unbedingt hinein? Was braucht Mensch wirklich zum Kochen? Andreas C. Studer: Als Starterset empfehle ich 1 Kochtopf, 1 Sauteuse und 1 Pfanne in jeweils guter Qualität. ... das heißt? Andreas C. Studer: ... mit dickem, gut leitfähigem Boden und festschließenden Deckeln! Wo wir gerade bei den nötigen Küchenwerkzeugen sind. Sie haben selbst ein Küchengerät erfunden. Warum? Gibt es nicht längst schon für alles ein Gerät? Andreas C. Studer: Die herkömmlichen Küchenmaschinen brauchen viel Platz und nach dem Gebrauch viel Pflege. Und Ihr StudiMagic (siehe Fotostrecke) ist anders? Was kann Ihr Küchenhelfer? Andreas C. Studer: Um küchentechnisch wenig Geübten die Zubereitung zu erleichtern, habe ich den StudiMagic erfunden. Das ist ein Küchenhelfer, der fast alles kann: schneiden, mixen, rühren. Eine Guacamole für die Vorspeise braucht nur 30 Sekunden, dann ist sie servierfertig. Das Gerat wird kurz abgespült, abgetrocknet, und schon kann die Pinienkruste für das Lachsfilet hergestellt werden. Sogar eine leckere Nachspeise wie ein Fruchteis gelingt im Handumdrehen. Ich habe den StudiMagic ausprobiert. Aufgefallen sind mir seine Kompaktheit und, dass er keinen Strom benötigt. Ist das ein bewusst ökologisch gewähltes Konzept? Andreas C. Studer: In jeder Küche gibt es eine Steckdose zuwenig. (lacht) Durch den Zugmotor, der handbetrieben wird, ist ein Stromanschluss nicht erforderlich. Ich habe mich schon immer über Kabelsalat geärgert. Und dass er Strom spart, ist ein ökologisches Plus. Wie und wo setzt man den Studi Magic optimal ein? Andreas C. Studer: Schon zum Frühstück kann man sich sein Müesli mixen (siehe Fotostrecke). Mittags im Büro gibt es einen Möhren-Apfel-Salat und abends einen Lammrücken mit Kruste aus Pecannüssen (siehe Fotostrecke). Aber auch Drinks lassen sich schnell zaubern. Wer ist der ultimative Studi-Magicer? Andreas C. Studer: Grundsätzlich kann jeder zum Studi-Magicer werden. In dem kleinen Rezeptbuch (gehört zum Lieferumfang - Anmerkung der redaktion) gebe ich 20 Rezepte als Anregungen. Singles, die es eilig haben, werden die Salsas lieben, gestandene Hausfrauen Wasabi-Zander-Küchlein ausprobieren und Kinder endlich gesunde Zutaten wie Obst und Gemüse mit Freude zerkleinern und anschließend mit Appetit essen. Das wäre meine nächste Frage gewesen: Kinder dürfen das Teil also benutzen? Andreas C. Studer: Für Kinder ab 5 ist der StudiMagic ein geradezu ideales Teil, um sie an die Zubereitung von kleinen Mahlzeiten heranzuführen. Es macht einfach Spaß, wenn mit ein, zwei, drei Zügen an der Mechanik ein leckerer Salat entsteht. Das kann ich bestätigen: Ich habe meine Kinder (6,4,1) inzwischen auch schon mal daran ziehen lassen. Es hat allen Spaß gebracht. Und die Kräuter waren im Nu gehäckselt. Der Knaller des Gerätes in meiner Kinder Augen ist aber der rote Deckel - den mein Sohn sofort mit Ihrem persönlichen Markenzeichen - der roten Käppi - in Verbindung brachte und zweckentfremdete. Doch zurück zu meinen Fragen: Bio ist inzwischen in aller Munde. Wie "grün" ist Ihre Küche? Wie achten Sie auf Nachhaltigkeit? Andreas C. Studer: Als Koch habe ich ein leidenschaftliches Verhältnis zu Lebensmitteln. Es ist mir ein Rätsel, dass es Menschen gibt, die mehr für einen Liter Benzin ausgeben als für einen Liter Salatöl. Man muss den Körper pflegen, damit die Seele sich darin wohlfühlt. Das ist doch Nachhaltigkeit auf höchstem Niveau - oder? Ich meine: Ja. Doch es gibt ja auch ganz Praktisches zu tun: Welche grünen Tipps sollte man zwischen Kühlschrank und Herd beherzigen? Andreas C. Studer: Frische ist das oberste Gebot. Der Kühlschrank ist als Lagerraum zwar gut geeignet, aber kurzes Einlagern will bedacht sein. Es gibt inzwischen gute Kunststoffbehälter mit Frischeventil, die die Vitamine schonen. Durch einen kurzen Fingerdruck wird ein Unterdruck erzielt, Sauerstoff entweicht und der Inhalt bleibt länger frisch. Rezepte sind ja oft geheim. Verraten Sie uns, wo Sie Ihre Zutaten kaufen und worauf Sie beim Kauf von Lebensmitteln achten? Andreas C. Studer: Grundsätzlich kaufe ich in gut sortierten Supermärkten ein. Es genügt schon der Augenschein. Wenn die Obst-und Gemüsestände gepflegt sind, gibt es keine welken Blätter. In den großen Märkten wird täglich frisch angeliefert. Das sieht man nicht nur, das schmeckt man auch. Essen Sie Fleisch und Wurstwaren? Andreas C. Studer: Auch bei der Qualität in den Fleischtheken hat sich in den letzten Jahren viel Positives getan. Da greife ich gern zu. Allerdings muss ich gestehen, dass ich als Schweizer recht verwöhnt bin. In der Schweiz spielt die Qualität eine noch stärkere Rolle als in Deutschland. Inwiefern? Andreas C. Studer: Wir sind kritischer. Bei uns geht Klasse vor Masse. (lacht) Was raten Sie Küchenneulingen: Wie wird man fit an Topf und Pfanne? Braucht man Bücher und Koch-TV-Shows? Andreas C. Studer: Ein klassisches Kochbuch (Happy Cooking von mir - lacht) bildet eine solide Basis. Es vermittelt Grundwissen. Kochshows zeigen, wie es geht, wenn man der Mutter oder Großmutter nicht über die Schulter schauen kann. Kochen ist Ihr Job. Macht es Ihnen Spaß? Andreas C. Studer: Spaß wäre zu wenig. Kochen ist meine Leidenschaft. Ich lebe meinen Beruf jeden Tag. Er gibt mir Lebensfreude. Wenn ich das vermitteln kann, habe ich meine selbstgewählte Aufgabe gut gelöst. Was war Ihr Lieblingsessen, als Sie ein Kind waren? Wer hat es Ihnen gekocht? Andreas C. Studer: Meine Mutter hat immer ganz tolle Spätzle mit Fleischkügelchen gezaubert. Was essen Sie heute am liebsten? Andreas C. Studer: Ein Stück gut gereifter Gruyère mit Sauerteigbrot. Und was kochen Sie am liebsten? Andreas C. Studer: Alles was schnell geht und sich aus frischen, saisonalen Zutaten kochen lässt. Hand aufs Herz: Für wen kochen Sie am liebsten? Andreas C. Studer: Für alle, die gerne essen. Was mögen Sie ganz und gar nicht auf dem Teller? Andreas C. Studer: Innereien sind nicht meins. Mit Leber konnte schon meine Mutter nicht trumpfen bei mir ... (lacht) Gibt es eine Speise, die Sie nicht zubereiten können? Andreas C. Studer: Kugelfisch! Ich stelle Promi-Köchen immer die Frage: Wie mache ich ein leckeres Salatdressing? Was antworten Sie? Andreas C. Studer: So: einen Esslöffel (El) grober Senf, 1 EL Akazienhonig, eine fein gehackte Schalotte, Saft einer Limette, 6 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer. Zu guter Letzt möchte ich Sie bitten, folgende drei Situationen mit den entsprechenden Speisen zu bestücken! Los gehts: Was essen Sie zum Frühstück an einem ganz normalen Montag? Andreas C. Studer: 2 Rühreier mit Schnittlauch, Cappuccino und Pfirsichmüsli. Und was tischen Sie Freunden an einem Donnerstagabend auf, die sich unverhofft einladen? Andreas C. Studer: Jetzt im Hochsommer einen Tomatensalat, angemacht mit Kürbiskernöl und Fleur de Sel. Dazu selbstgebackenes Ciabatta und guten Rotwein aus Südafrika. Was serviert Andreas C. Studer sonntagsmittags? Andreas C. Studer: Einen Braten und ... Schoggikuchen - innen noch flüssig - ... und Latte macciato. Haben Sie Sonntag schon Gäste? Ich käme gerne dazu ...! Danke für das fröhliche Interview! Andreas C. Studer: Zur Person Seine Fans nennen ihn liebevoll "Studi". Die Liebe zum Kochen wurde Andreas C.Studer in die Wiege gelegt: Seine Mutter war Köchin. Aufgewachsen ist er im Berner Oberland in der Schweiz. Dort startete er auch seine berufliche Laufbahn. Es folgten Stationen in Spitzenhotels in Zürich und das Diplom an einer renommierten Schweizer Hotelfachschule. In Mexiko entbrannte seine Liebe zu Chilis. Dann zog es ihn an die US-amerikanische Westküste nach Kalifornien. Und in einem Restaurant in San Francisco trug er erstmals seine Mütze mit dem Schirm im Nacken. Das wurde zu seinem internationalen Markenzeichen. Seine TV-Karriere begann 1997 mit dem Erfolgsformat "Kochduell" auf VOX und dem "SAT.1 Frühstücksfernsehen". Er zählt heute zu den beliebtesten TV- Köchen Deutschlands und ist regelmäßig bei "Lanz kocht" und der "Küchenschlacht" im ZDF zu sehen. Auch in seiner Heimat steht er seit neun Jahren vor der Kamera: Seine Koch- und Quizshow "al dente" ist mit Einschaltquoten von bis zu 40 Prozent die erfolgreichste europäische Kochsendung zur Primetime. Von Studi sind inzwischen sieben Kochbücher erschienen. Neben seinen vielen Auftritten schreibt er eine wöchentliche Kolumne für die auflagenstärkste Schweizer Wochenzeitung. Für das größte europäische Online-Portal "Bild.de" kocht er exklusiv. Nur in einem eigenen Restaurant ist der Schweizer nicht anzutreffen: "Dafür bin ich zuviel unterwegs." Infos zum StudiMagic: 34.90 Euro inklusive Zubehör plus 5 Euro Versand innerhalb Deutschlands. Zu bestellen über Andreas C. Studers Internetseite (Link unten). Wed, 25 Aug 2010 15:15:00 +0200 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2569 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2569 Ratgeber: Zehn Tipps, um ökologisch zu reisen Die Deutschen fahren gern und oft in den Urlaub. Leider kommen ökologische Aspekte in der Reiseplanung oft zu kurz. Lesen Sie hier, wie Sie ihre Urlaubsreise umweltfreundlicher gestalten können – ohne auf allzu vieles zu verzichten. Im Jahr 2008 führten die Deutschen insgesamt 64 Millionen Urlaubsreisen durch, so eine aktuelle Studie der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen im Auftrag des WWF. Eine Reise im Jahr ist hierzulande für die meisten Standard, zwei oder mehr Urlaube gelten als Luxus, der hin und wieder möglich ist. Während etwa ein Drittel der Deutschen gerne im Heimatland Urlaub macht, zieht es ein weiteres Drittel in die Mittelmeerregion. Das letzte Drittel reist gerne auf der ganzen Welt herum. Ein Großteil der Deutschen fährt mit dem Auto in den Urlaub. Wenn die Reise ins Ausland gehen soll, wählen immer mehr das Flugzeug. Dem WWF zufolge geben die Deutschen am meisten Geld für Urlaube aus, es folgen die USA und Großbritannien. Die Reisegewohnheiten der Deutschen sind also nicht besonders umweltfreundlich - Grund genug, das eigene Reiseverhalten zu überdenken. Der WWF hat daher einige Tipps zusammengestellt, mit deren Hilfe wir reisen können, ohne der Umwelt allzu sehr zu schaden. 1. Reisen Sie mit Bus, Bahn oder Schiff! Wer mit dem Auto fährt, verbraucht viel Sprit und belastet zudem das Klima. Darüber hinaus ist eine lange Autofahrt meist anstrengend für alle Beteiligten und Unfälle entstehen leichter. Viel entspannter und umweltfreundlicher reist es sich dagegen mit Bus, Bahn oder Schiff. Wenn Sie frühzeitig buchen, erhalten Sie in der Regel auch noch günstige Preise! 2. Fliegen Sie CO2-neutral! Weit entfernte Ziele lassen sich nicht immer mit Bahn oder Schiff erreichen. Wenn eine Flugreise unumgänglich ist, können Sie jedoch die dabei produzierten klimaschädlichen Gase wieder ausgleichen, indem Sie für ein Klimaschutzprogramm spenden. Das Projekt sollte in jedem Fall das Gold Standard Qualitätssiegel tragen. Überlegen Sie aber, bevor Sie buchen, ob eine so lange Reise tatsächlich nötig ist: Wer sich nur am Strand erholen will, muss dafür nicht in die Karibik fliegen. 3. Beachten Sie bei der Auswahl des Reiseziels auch ökologische Aspekte! Vermeiden Sie Orte, an denen die Naturschutzstandards mangelhaft sind. Dazu gehören zum Beispiel Länder, in denen unkontrolliert gebaut wird oder die Strände verschmutzt sind. Informieren Sie sich darüber hinaus genau, ob sich Tourismus in der Region negativ auswirken kann. Sie sollten zum Beispiel nicht in Dürre- oder Krisengebiete reisen. 4. Wählen Sie ein umweltfreundliches Reiseunternehmen! Immer mehr Reiseunternehmen bieten ökologische Urlaubsreisen an: Sie nutzen zum Beispiel umweltfreundliche Verkehrsmittel, zahlen Abgaben an regionale Umweltorganisationen oder informieren Touristen über die Natur im Urlaubsort. 5. Nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel im Urlaubsort! Sie müssen im Urlaub nicht unbedingt das eigene Auto, einen Mietwagen oder ein Taxi nehmen, um die Gegend zu erkunden. Meist gelangen Sie mit Linienbussen, Fähren oder dem Fahrrad genauso gut ans Ziel – und sparen gleichzeitig Kosten. Außerdem haben Sie auf diese Weise einen direkteren Kontakt zu den dort lebenden Menschen und lernen das Land besser kennen. 6. Erleben Sie Natur pur! Oft werden in Urlaubsorten Aktivitäten angeboten, bei denen Sie die Natur hautnah erleben können wie zum Beispiel Wanderungen, Radtouren, Flussfahrten oder Tierbeobachtungen. Diese Angebote sollten aber so gestaltet sein, dass sie die Natur nicht zerstören. Verzichten Sie darauf, querfeldein zu wandern, mit dem Mountainbike zu fahren oder mit dem Boot durch Wasserschutzgebiete zu schippern. 7. Meiden Sie Sportarten, die der Umwelt schaden! Einige Sportarten wie zum Beispiel Golf in Trockengebieten verbrauchen viel Energie und Wasser. Besonders in Regionen, in denen Wasser knapp ist, sollten Sie darauf verzichten! 8. Sparen Sie Wasser im Urlaub! Versuchen Sie, im Urlaub möglichst wenig Wasser zu verbrauchen. Das ist besonders wichtig in wasserarmen Gebieten wie zum Beispiel in Südspanien. 9. Verwenden Sie umweltfreundliche Sonnen- und Insektenschutzmittel! Herkömmliche Sonnenschutz- und Insektenschutzmittel enthalten meist einen Mix aus chemischen Stoffen. Verwenden Sie lieber natürliche und ökologische Alternativen – ihrer Haut und der Umwelt zuliebe! 10. Wohnen Sie in Unterkünften, die für die Hitze geeignet sind! Bevorzugen Sie Unterkünfte, die so gebaut sind, dass sie automatisch die Hitze abhalten. So müssen Sie nicht ständig die Klimaanlage laufen lassen – und sparen große Mengen an Energie ein. Mon, 23 Aug 2010 14:48:00 +0200 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2533 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2533 Grün, ja, grün sind alle meine Kleider? Eine ökologische Übersicht über Materialen Ökologische Mode ist in. Inzwischen ist "grüne" Mode nicht nur in kleinen Ökoläden zu bekommen, sondern auch bei großen Ketten wie C&A oder H&M. Wer gerne ein gutes Gewissen beim Einkaufen haben möchte und modisch aussehen will, kann dies ohne Probleme verbinden. Dazu sollten Sie besonders auf die verwendeten Rohstoffe achten. Doch welche Stoffe sind wirklich Bio? Dafür, dass Bekleidung wirklich als "grüne" Mode angesehen werden kann, kommt es auf zwei Dinge an: Die Rohstoffe und die Verarbeitung. Oft werben Modellabels damit, dass ihre Kleidung aus Biobaumwolle besteht. Doch wenn dann im Verarbeitungsprozess giftige Chemikalien verwendet werden, ist es mit dem Bio schnell vorbei. Deshalb sollten Sie sich am besten immer nach den Rohstoffen und der Verarbeitung erkundigen. Außerdem sollten Sie beim Kauf auf fairen Handel und den Transportweg achten, der für die Ökobilanz eines Produktes wichtig ist. Das häufigste Material: Biobaumwolle Biobaumwolle ist stark gefragt. Bei Biobaumwolle wird auf den Einsatz von toxischen, chemisch-synthetischen und persistenten Pestiziden und Insektenvernichtungsmitteln verzichtet. Normalerweise ist Baumwolle sehr anfällig für Insekten, weshalb die Bauern viel Gift gegen die Schädlinge benutzen. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 25 Prozent des weltweiten Pestizidsverbrauchs im Baumwollanbau verbraucht werden. Häufig werden auch gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut, die robuster gegen Schädlinge sind. Die "Financial Times Deutschland" (FTD) deckte im Frühjahr auf, dass viele Bauern in Indien gentechnische Baumwolle als Biobaumwolle deklarieren. (siehe Link) Ein generelles Problem beim Anbau von Baumwolle ist der enorme Wasserverbrauch. Für ein Kilo Baumwollfasern, egal ob Bio oder konventioneller Anbau, werden zwischen 7.000 und 20.000 Liter Wasser benötigt. Die langen Transportwege zur Weiterverarbeitung oder zum Verkauf nach Europa verbrauchen zusätzlich Energie. Leinen als gute Alternative Leinen ist gerade im Sommer ein beliebter Stoff, der sehr atmungsaktiv ist, allerdings schnell knittert. Leinen wird aus den Bastfasern von Flachs hergestellt. Beim konventionellen Anbau werden weniger Pestizide und Dünger verbraucht als bei dem Anbau von Baumwolle, jedoch ist der Anbau kostenintensiv. Da Leinen recht hart ist, wird es für Bekleidung häufig zusammen mit Baumwolle verarbeitet. Leinen aus kontrolliert biologischem Anbau ist auf dem Markt nur sehr wenig vorhanden. Seit 2005 wird in einem Projekt in Hessen Bio-Leinen angebaut. Früher wurde viel Flachs in Deutschland angebaut, was dann aber durch den Siegeszug der Baumwolle komplett eingestellt wurde. Hanf: strapazierfähig und grün Hanf ist eine sehr solide Pflanze, die kaum anfällig für Schädlinge und sehr anspruchslos ist. Dadurch werden beim Anbau weniger Pestizide und auch weniger Wasser gebraucht. Außerdem hat Hanf als Bekleidung den Vorteil, dass er nicht nur sehr strapazierfähig ist, sondern auch sehr hautschonend ist. Dazu ist Hanf ein sehr atmungsaktiver Stoff. Hanf kann nicht nur gut Feuchtigkeit aufnehmen, sondern auch wieder abgeben und seine Fasern bleiben länger frisch als die von Baumwollbekleidung. Wolle Bei der Gewinnung von Biowolle werden die Schafe nicht mit Insektiziden behandelt. Bei der konventionellen Tierhaltung werden die Tiere so häufig gegen Parasiten geschützt. Die Insektizide werden zwar später aus der Wolle ausgewaschen, verseuchen aber dadurch dann das Grundwasser. Tieren aus biologischer Haltung darf auch nicht vorbeugend Medizin gegeben werden und sie sollten auf natürlichen, unbehandelten Boden grasen. Wichtig ist bei Wolle auch die Weiterbehandlung nach dem Scheren. Konventionelle Verfahren benutzen Silikone zum Weichmachen oder Chlorbleiche zum bleichen. Häufig wird Wolle auch vor dem Transport mit Mottengift behandelt, um sie vor Schädlingen zu schützen. Ein Tipp zum Schluss: Aufgepasst vor dem Hinweis 100 Prozent Naturfasern. Dieser Slogan klingt zwar gut, sagt aber nichts über die Anbauart und die Weiterverarbeitung der Rohstoffe aus. Sat, 21 Aug 2010 10:08:00 +0200 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2525 http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2525